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Schreiben ist Aufgabe aller Fächer

Schreiben lernen ist eine Aufgabe, an der alle beteiligt sein sollten: Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen – und das in allen Fächern. Wie diese Beteiligten ihre Rolle in der Schreibentwicklung wahrnehmen und gestalten können, zeigen die folgenden Beiträge auf.
Was sind Ansatzpunkte und Strategien einer schulweiten Schreibförderung? Wie kann kreatives Schreiben den Erwerb der Zweitsprache unterstützen? Wie kann die Situation rund um das Schreiben anregend gestaltet werden? Wie werden in der Schule Freiräume für das Schreiben geschaffen? Wie können neue Medien genutzt werden, um zum Schreiben zu motivieren? Wie kann Schule dazu beitragen, Lehrern/-innen das berufliche Schreiben zu erleichtern?
 

Schreiben ist Gold

Schreiben »beizubringen«, gilt vor allem als Aufgabe des Faches Deutsch/Sprache. Aber Schreiben in der Schule bedeutet viel mehr als nur zu vermitteln, wie, was und wozu man schreibt oder Texte produziert. Es geht immer auch darum, welcher Wert dem Schreiben beigemessen wird, wie es als produktiv erfahren werden kann bei der Entwicklung von Gedankengängen, von Ausdrucksfähigkeit und Möglichkeiten, sich einzubringen.

  Gerhard Eikenbusch:
Schreiben ist Gold … und eine Aufgabe für die ganze Schule.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 10/16)

Schreiben muss man in allen Fächern lernen

Schreiben lernt man in allen Fächern – über die ganze Schulzeit (und darüber hinaus). Dabei sind Grammatikunterricht und stures Einüben von Textmustern eher kontraproduktiv. Dass gerade in den nicht-sprachlichen Fächern auch viele Schreib-Routinen gebildet werden (können), ist oft zu wenig bewusst. Was sind wirksame Ansätze der Schreibförderung für alle Fächer? Was wirkt sich auf die Schreibleistung aus?

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Wirksame Förderansätze für Schreiben

Wirksame Förderansätze für Schreiben

  Afra Sturm:
Schreiben muss man in allen Fächern lernen. Ansatzpunkte für eine schulweite Schreibförderung.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 10/16)

Kreatives Schreiben in Deutsch als Zweitsprache?

Gerade für Flüchtlings- oder Migrantenkinder ist es wichtig, den Schreiberwerb nicht bloß zu funktionalisieren (z. B. mit Blick auf Textmuster oder formales Schreiben). So schnell und so einfach wie möglich muss die neue Zweitsprache den Schülern auch Möglichkeiten bieten, eigene Erfahrungen, Wünsche und Handlungsmöglichkeiten auszudrücken, Texte zu gestalten und kreativ zu schreiben. Dabei gilt unbedingt: Nicht mit dem Schreiben warten, bis die Kinder die Zweitsprache gut beherrschen!

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Einstiege und Hilfen für kreatives Schreiben in der Zweitsprache

Einstiege und Hilfen für kreatives Schreiben in der Zweitsprache

  Beatrix Hinrichs:
Kreatives Schreiben in Deutsch als Zweitsprache. Eine Ermunterung zum Wagnis.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 10/16)

Wie man eine «Schreib-Schule» schaffen kann

Wie kann man Schreiben so vermitteln und aufbauen, dass Schülerinnen und Schüler es zu ihrer Sache machen? Wie kann man Schreibmotivation in Unterricht und Schulleben fördern, Schreiben anleiten, auf Schreiben stolz machen? Welche Möglichkeiten haben Schulen, Lehrerteams und einzelne Lehrkräfte, das Schreiben in den Fokus zu rücken? Ein Beitrag aus einer Schweizer Primarschule.

 

Praxisbeispiele: Schreibideen: Kamishibai-Roman, Schultagebuch, Minibook-Bibliothek, Steckbriefe, Gedichtband, Sachtextseiten im Klassenbuch, Schreibberatermappe

  Ursula Tschannen:
Wesentlich ist die Situation rund um das Schreiben. Wie man eine «Schreib-Schule» schaffen kann.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 10/16)

Schreiben mit Kopf, Ohr und Hand

Wie kann man in der Schule Freiräume für Schreiben schaffen? Wie kann man Jugendliche fördern und ihnen helfen, Interesse am Schreiben zu entwickeln und kreative Schreibprojekte zu versuchen? Im Fachunterricht bieten sich hier nur begrenzte Möglichkeiten – außerunterrichtliche Angebote dagegen können die notwendige Offenheit und Anregung bieten. Ein Werkstattbericht einer jungen Autorin und Lehrerin.

  Linn Dittner:
Schreiben mit Kopf, Ohr und Hand. Wie man schreibende Schüler/innen fördern kann.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 10/16)

Die Generation Z schreibt und kommuniziert per #Hashtag

Noch nie wurde so viel geschrieben – wahrscheinlich sind es weltweit über 200 Milliarden E-Mails täglich. Über vier Millionen Menschen in Deutschland nutzen das Internet regelmäßig, um Blogs und in Internetforen zu lesen. Wie kann Schule auf die Möglichkeiten von Wikis, Blogs, E-Books eingehen? Was können neue Medien für Schreibprozesse in der Schule leisten, wie kann man damit zum Schreiben zu motivieren?

Kooperative Plattformen wie Blogs, Wikis und Social Media bieten Lehrenden die Möglichkeit, neuen Lernkulturen, die durch die ständige Verfügbarkeit von Informationen durchmobiles Internet und Smartphones entstehen, im Unterricht Rechnung zu tragen. Sie geben uns die Chance, Lernprozesse neu zu gestalten, kreatives Schreiben und das selbständige Lernen zu fördern.

Solche Arbeitsprozesse, Techniken und Strukturen eröffnen für viele Schüler und Klassen einen neuen und eigenen Weg zum Schreiben und zur Arbeit mit Texten. Schüler können selbstständig erforschen und erkunden, sie können–auch gemeinsam – etwas schaffen und produzieren, sie können sich mitteilen und mitwirken.

Praxisbeispiele: Schreibideen: Klassenblog, Klassenwiki, i-book, Stadtführer

  André Spang:
Die Generation Z schreibt und kommuniziert per #Hashtag. Kreative und kollaborative Zugänge zum Schreiben mit Blogs, Wikis und Social Media.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 10/16)

Lehrer müssen schreiben (können).

Dass Lehrer gut schreiben können, wird allgemein vorausgesetzt: Schließlich gehen sie täglich mit Sprache um, korrigieren, sind sprachliche Vorbilder. Im Schulalltag erweist sich diese Annahme oft als falsch: Schreiben ist für Lehrkräfte häufig schwierig, und mit Unsicherheiten verbunden. Wie können Lehrer «Schreib-Fallen» vermeiden? Was können Schulen tun, um ihnen das Schreiben zu erleichtern?

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Einstiege und Hilfen für kreatives Schreiben in der Zweitsprache

Einstiege und Hilfen für kreatives Schreiben in der Zweitsprache

  Gerhard Eikenbusch:
Lehrer müssen schreiben (können). Orientierung und Hilfe für das Schreiben im Berufsalltag.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 10/16)