Fotoprojekte:

Für junge Menschen sind Bilder ein wichtiges Werkzeug zum Selbstausdruck. Ausdruck für Zugehörigkeit und Abgrenzung und damit ein nicht zu unterschätzender Teil der Persönlichkeitsentwicklung: ein Bild sagt ja bekanntlich oft mehr als tausend Worte. Fotografie kann im Unterricht sowohl als Kunstform zum Einsatz gelangen als auch (medien-)pädagogisches Werkzeug für verschiedene Projekte in allen Fachbereichen sein. Diese Projekte eröffnen Lernenden einerseits die Möglichkeit, sich mit technischen und ästhetischen Grundlagen der Fotografie auseinanderzusetzen. Schüler*innen erhalten damit auch ein weites Experimentierfeld, um ihre Sicht auf die Welt individuell ausdrücken und präsentieren zu können.

Durch die Reihenfolge einzelner Bilder entsteht im Kopf der Betrachter*innen eine Handlung und die einzelnen Situationen können so besser verstanden werden. Fotostories sind also Informationshäppchen, in mundgerechter Grösse serviert und bieten unzählige Möglichkeiten, um in einfacher oder auch erweiterter digitaler Form, (eigene) Geschichten zu erzählen.

Ziel dieser Methode ist die Förderung der Wahrnehmung in Bezug auf Ästhetik von Bildern und Klängen in der Stadt und das eigene Wohlbefinden darin. Dabei werden in kreativer Teilnahme Bild- und Klangerfahrung sowie Klanggestaltung gemeinsam erforscht.

Eine besondere Form der Fotografie bei Nacht und zur blauen Stunde: Langzeitbelichtete Fotos sind Bilder, die mit einer erhöhten Belichtungszeit der Kamera aufgenommen werden. Dies ermöglicht es kreativen Nutzern*innen, während der Belichtung des Fotos Lichtquellen vor der Kamera zu bewegen und damit einzigartige und ausserordentlich wirkungsvolle Bilder zu erstellen.

«Objects in the Photo may appear bigger than they are», könnte man in Anlehnung an amerikanische Autorückspiegel das Prinzip der erzwungenen Perspektive zusammenfassen: Aufgrund der fehlenden räumlichen Tiefe in Foto und Video lassen sich unterschiedlich große Objekte durch geschickte Platzierung im Bild spannend und erfrischend anders kombinieren.

Ein Daumenkino ist eine hervorragende Sache, um die Funktionsweise von Filmen zu erklären. Den Inhalt gleich selber zu erstellen, macht doppelt Spass und bringt eigene und fremde Bilder in Bewegung!

In diesem Projekt entsteht eine multimediale Präsentation ohne inhaltliche Vorgaben, bei der Fotografie, Ton und Präsentationstechniken Verwendung finden, bei Bedarf auch O-Ton und Video.

Eine Fotostory ist eine für Schüler*innen vertraute und zugängliche Art des Geschichtenerzählens. Mit einfachsten Mitteln und mit ganz vielseitigen Ausrichtungen gelingt es, Kinder und Jugendliche aus der Rolle der Konsumenten in die der Produzenten schlüpfen zu lassen.

Dabei entstehen sehr lesenswerte Beiträge, die einen kleinen Einblick in die Welt ihrer  Erfinder*innen ermöglichen.

Die Fotografie ist bereits über 200 Jahre alt und dennoch hochaktuell und Teil unseres Alltags. Wirklich alle haben schon einmal fotografiert. Daher ist es leicht, damit auch in der Schule einzusteigen. Davon zeugen die 5 vorgestellten, kreativen und gut dokumentierten Projektideen:

  • Miniatur-Fotografie
  • Fotostory
  • Lochkamera bauen
  • Lightpainting
  • (Selbst-) Porträtfotografie

Zudem werden Ideen präsentiert, wie Fotografie als Werkzeug in verschiedenen Fachbereichen eingesetzt werden kann.

Zeichnung dreier Schüler/innen an einem Tisch

Unterrichtsbausteine Fotoprojekte

von digitallearninglab

  • Einmaleins Foto-Memory herstellen
    Die Schüler*innen finden 1×1-Aufgaben in der Schulumgebung, fotografieren sie und stellen damit ein eigenes 1×1-Foto-Memory her.
  • Mathematische Körper in unserer Schule
    Die Schüler*innen fotografieren geometrische Körper und Flächen in ihrer Umwelt, sammeln und klassifizieren diese digital.
  • Bildbearbeitung 1 und 2: Die Welt öffnet sich hinter der Türe und dreimal ich!
    Die Schüler*innen montieren mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms Wunschräume und Ausschnitte mehrerer Bilder.
Karte mit Route auf einem Smartphone

Digitale Schnitzeljagden

von verschiedenen Autoren*innen

Anstatt auf dem Boden gemalten Pfeilen zu folgen, lässt sich die Spur zu einem Schatz mit Hilfe von GPS-Geräten, Smartphones oder Tablet-PCs auch digital verfolgen. Das mobile Endgerät funktioniert dabei wie ein Kompass und leitet die Schatzsuchenden an verschiedene Orte, an denen sie neue Aufgaben erhalten.

Varianten der digitalen Schnitzeljagd sind beispielsweise Geocaching  oder Actionbound und die entsprechenden Routen lassen sich online finden oder auch selbst gestalten.

Kinder und Jugendliche sollen mit Bildern kompetent und verantwortungsbewusst umgehen können.

Eine sehr reichhaltige Sammlung von Ideen und Unterrichtsmaterialien zu pädagogischen Fotoprojekten und rechtlichen Hintergründen.

Methodische Beispiele: Levitation, Little People, Sleeve Face, Liegefotos, Light Painting, …

15 praktische und kreative Unterrichtsideen und Inputs für spannende Lernprodukte mit der Tablet-Kamera.

Handykameras können mehr sein als nur die Sparversion für Fotoprojekte. Das Mobile Imaging verfügt über ganz besondere kreative Möglichkeiten, lässt uns die Welt mit anderen Augen sehen und wunderbar mit ungewöhnlichen Blickwinkeln experimentieren.

Ein berühmtes Foto von Einstein bietet sich an für weitere Bearbeitungen. Die Wandtafel im Hintergrund bringt eine zusätzliche Bildebene, die viele kreative Möglichkeiten bietet. Aber auch das ganze Bild kann bearbeitet werden.

Eine Kurzpräsentation für ein spannendes Fotoprojekt.

Teenager sitzt am Boden in der Ecke

Fotogeschichte zu Cyberbullying

von Regina Schulz und Sarah Borde/ digitallearninglab

Eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Cyberbullying in einer selbst erstellten Fotogeschichte steht im Mittelpunkt der Einheit.

Die Schüler*innen lernen in kurzen Fallbeispielen verschiedene Formen von Cyberbulling kennen und entwickeln Ideen zu möglichen Handlungsoptionen von Opfern, Beobachtern, Freunden und Familienmitgliedern anhand einer Fotogeschichte. 

junge Frau mit Fotokamera

Die Kamera als Lernwerkzeug

von Michael Schranz, Andrea Kern, Thomas Staub

Dokumentieren, erzählen, veranschaulichen, festhalten und gestalten.

Umfassende Lerneinheit zu:

  • Fototechnik: Kamera bedienen, Fotos verwalten und bearbeiten (v.a. aufs iPad bezogen)
  • Gestaltung:Gestaltungsregeln kennen und anwenden können
  • Bildidee: Kreativitätstraining und Wahrnehmungsschulung
  • Fotografische Situationen: Tipps und Tricks: Portrait, Landschaft, Reportage,…
  • Bildmanipulation: Bild «verschönern» und Fotomontagen erstellen/ Sensibilisierung für Manipulationsmöglichkeiten

Die Kamera gehört bei Erwachsenen und Kindern mit zu den beliebtesten Tools des Smartphones. Wir schlagen vor, was mit den Bildern danach passieren kann: sammeln, sortieren, Collagen gestalten!

iNaturalist ist ein weltweites Projekt, in dem Menschen Naturbeobachtungen aufzeichnen und teilen. Eine tolle Möglichkeit um ganz praktisch mitzuerleben, was durch gemeinsames Daten Sammeln und Teilen alles möglich ist.

Käfer

Auf Insektenbilderjagd

von Nabu (Naturschutzbund)

Auf Insektensuche: 122 verschiedene Krabbler und Flieger aus der eigenen Umgebung bestimmen und ausführlich kennenlernen.

Mit etwas Geduld und ruhiger Hand schießt man ein möglichst gutes Bild eines Insekts, das dann in die App geladen wird. Nun erscheint eine Bilderliste, die mit absteigender Wahrscheinlichkeit zeigt, um welches Tier es sich handeln könnte. Die eigenen Beobachtungen können in Listen gespeichert werden.

Eine sehr gelungene App für naturbegeisterte Kinder und Erwachsene, die zum genauen Beobachten einlädt.

kleiner Junge mit einer Canon-Fotokamera

Fotoprojekte mit Kindern

von Kati Struckmeyer/ Gastautorin für medienpaedagogik-praxis.de

Dieser Blogbeitrag bietet eine gute und hilfreiche Einführung und Übersicht über die Durchführung von Fotoprojekten mit noch jüngeren Kindern anhand einzelner Prozessschritte und Checklisten.

  1. Vorbereitung
  2. Einführung in die Fotografie
  3. Fotografieren
  4. Präsentieren
junge Frau mit Fotokamera

Knipsclub

von JFF_Institut für Medienpädagogik

Mit dem Knipsclub, der Fotocommunity für Kinder von 8 bis 12 Jahren, wurde eine Plattform geschaffen, auf der Kinder eigene Fotos veröffentlichen und mit anderen teilen können: Im sicheren Rahmen einer geschlossenen Community. Kinder fotografieren gern und sehen sich auch gern Bilder an, die andere Kinder gemacht haben. Im Knipsclub können diese Interessen auf einer sicheren Plattform bedient werden.

Darüber hinaus werden die Kinder durch Animationen, Videoclips und Mitmachaktionen über Fotografie und sicheres Verhalten im Internet informiert. 

kleiner Junge mit einer Fotokamera

Kamerakinder

von jfc Medien-Kultur-Perspektiven

Die Datenbank Fotopädagogik sammelt kontinuierlich Kurzberichte von Fotoprojekten mit Kindern.

Sie bietet sehr vielfältige, spannende und konkrete Anregungen und Materialien für die fotopädagogische Arbeit und schafft Möglichkeiten zu Kooperationen und Vernetzung. Eine tolle Sache!

Ein Familienbild aus dem Album der eigenen Eltern/Grosseltern scannen, nach- und gegenübersetellen und präsentieren.