Digitalisierung in Schulen:

Was zeichnet «Gute Schulen in der digitalen Welt» aus? Welche Reformansätze werden international umgesetzt? Welche Entwicklungsstrategien sind erfolgsversprechend? Wie sieht eine zukunftsfähige Lernkultur aus, in der die Nutzung digitaler Technologien eine Selbstverständlichkeit ist?

Der Orientierungsrahmen ist ein Modell, das Schulentwicklung unter der Bedingung des digitalen Wandels ausleuchtet und durch ein normatives Raster unterstützt. Anhand von vier Qualitätsmerkmalen beschreibt er, was zeitgemäße Bildung ausmacht und in welchen Dimensionen die Digitalisierung im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen angegangen werden muss, um Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit zu fördern.

Reformstrategien für die Schule in der digitalen Welt

Forum Bildung Digitalisierung

Überall auf der Welt wird über Chancen und Herausforderungen des digitalen Lernens diskutiert. Jedes Land hat eigene Strategien entwickelt, um seine Schulen fit für die digitale Welt zu machen und digitales Lernen bestmöglich einzusetzen. Im Auftrag des Forum Bildung Digitalisierung hat das mmb Institut fünf Länder genauer angeschaut und deren Reformstrategien analysiert. Einige Ansätze sind auch für Deutschland spannend.

Ein wichtiges Thema im Spannungsfeld von Bildung und Digitalisierung bleibt die Qualifizierung. Gute Schule in der digitalen Welt braucht gut ausgebildete und motivierte Lehrkräfte die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Fachkräften Schulentwicklung gestalten. Hierfür bedarf es neben organisatorischen und strukturellen Veränderungen vor allem mehr Freiräume, um schulinterne Qualifizierungsangebote anbieten und wahrnehmen zu können. Ebenso bedarf es kontinuierlicher Experimentier- und Reflexionsmöglichkeiten, um den pädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien zu erproben. Dafür ist eine Neuausrichtung der Lehrkräftebildung insgesamt erforderlich.

Lehrerfortbildnerin Lisa Rosa erklärt, wieso beim Thema digitale Transformation und Schule die einfachen Lösungen selten die guten sind, warum digitale Medien viel mehr als nur Hilfsmittel des Lernens sind und weshalb die Aussage «Lernen bleibt Lernen» unhaltbar ist.

Komplex und kritisch denken lernen kann man nur, indem man es tut und immer wieder tut, bis man es meistert. Dazu muss man an den eigenen – nicht an fremden – Fragen arbeiten. Von Anfang an. Selbststeuerung heißt jedoch nicht, alles alleine zu machen. Im Gegenteil erfordert die Selbststeuerung gerade, dass erkannt wird, wo mit anderen zusammen gedacht, gearbeitet, gelernt werden muss, und wo man Unterstützung bekommt. Auch das ist, was zu lernen ist: Sowohl von den Schüler*innen als auch von den Lehrer*innen.