Leitfaden Lesestrategien in Unterricht und Schule:

Lesestrategien entfalten ihre Wirkung, wenn sie systematisch eingeführt und gemeinsam genutzt werden. Unser Leitfaden zeigt, wie Lehrpersonen Strategien modellieren, mit den Schüler:innen üben und in unterschiedlichen Fächern verankern können. Er unterstützt Teams und Schulen dabei, aus einzelnen Methoden ein abgestimmtes Lesestrategie-Curriculum zu entwickeln.

Leitfaden:

Gerold Brägger

Gerold Brägger, M.A., ist Leiter und Gründer der IQES-Plattform und der Beratungs- und Weiterbildungsinstitute schulentwicklung.ch und IQES-schulentwicklund.de. Er ist Erziehungswissenschaftler, Schulberater, Lehrerbildner, Autor von pädagogischen Fachbüchern und Lernmitteln sowie Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift PÄDAGOGIK. Arbeitsschwerpunkte: Sprach- und Leseförderung, Künstliche Intelligenz, Lerncoaching, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Evaluation, Digitale Medien in Schule und Unterricht, kompetenzorientierter Unterricht und selbstkompetentes Lernen, Schulleitung, Gute gesunde Schulen, Schulentwicklung in Netzwerken und Bildungsregionen. Publikationsliste herunterladen Web: www.IQESonline.net | www.schulentwicklung.ch | www.IQES-schulentwicklung.de Publikationen von Gerold Brägger im Beltz Verlag

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Andreas Gold

Dr. Andreas Gold ist Seniorprofessor für Pädagogische Psychologie an der Frankfurter Goethe-Universität. Er hat zahlreiche Lehrbücher zum Lehren und Lernen und zu Lernschwierigkeiten veröffentlicht sowie Trainingsprogramme zur Leseförderung. Zu seinen Publikationen gehören u.a.: Gold, A. (2018). Lesen kann man lernen. Vandenhoeck & Ruprecht. (IQES 2026). Gold, A. (2023). Digital lesen. Was sonst? Vandenhoeck & Ruprecht. Judith Küppers, Elmar Souvignier , Andreas Gold (2024). Die Textdetektive. Vandenhoeck & Ruprecht. (IQES 2026).

und

Nicole Steiner

Nicole Steiner, MA, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin, Autorin und Redaktorin IQES online, Mitglied Beratungsteam schulentwicklung.ch, Pädagogin, Psychologin, Illustratorin und Theaterpädagogin. Als Primarlehrerin hat sie langjährige Praxiserfahrung, vorwiegend an Schulen mit integrativer Schulungsform. Sie erstellt und betreut Konzepte für Lese- und Schreibförderung, Feedback und Begabtenförderung. Web: www.IQESonline.net | www.schulentwicklung.ch  | www.IQES-schulentwicklung.de

| Illustrationen:

Jacqueline Kaulfersch

Die Österreicherin Jacqueline Kaulfersch stammt aus Kärnten und zog für Ausbildung und Beruf in die Steiermark, wo sie seit über zwölf Jahren als kreativer Kopf der Agentur cardamom für Illustration & Gestaltung verantwortlich ist. Ihre Illustrationen finden sich in Magazinen, Büchern, Ausstellungen, auf Plakaten, Webseiten, Verpackungen, Workshopmaterialien und auf Wänden. Neben ihrer Agenturtätigkeit widmet sie sich der freien Malerei und ist regelmäßig in Ausstellungen vertreten. Website: https://www.cardamom.at/

| Infografiken:

Gerold Brägger

Gerold Brägger, M.A., ist Leiter und Gründer der IQES-Plattform und der Beratungs- und Weiterbildungsinstitute schulentwicklung.ch und IQES-schulentwicklund.de. Er ist Erziehungswissenschaftler, Schulberater, Lehrerbildner, Autor von pädagogischen Fachbüchern und Lernmitteln sowie Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift PÄDAGOGIK. Arbeitsschwerpunkte: Sprach- und Leseförderung, Künstliche Intelligenz, Lerncoaching, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Evaluation, Digitale Medien in Schule und Unterricht, kompetenzorientierter Unterricht und selbstkompetentes Lernen, Schulleitung, Gute gesunde Schulen, Schulentwicklung in Netzwerken und Bildungsregionen. Publikationsliste herunterladen Web: www.IQESonline.net | www.schulentwicklung.ch | www.IQES-schulentwicklung.de Publikationen von Gerold Brägger im Beltz Verlag

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Silvan Meier

Selbständiger Grafiker und Illustrator mit Büro in Zürich.

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Isabelle Truniger

Webredaktion, Support IQES und schulentwicklung.ch. Weiterbildung Eidg. dipl. Technikerin HF Fachrichtung Mediatechnik. Sie verbindet technisches Know-how mit kreativem Flair.

Sprachkompetenz ist im KI-Zeitalter wichtiger denn je

KI kann Texte heute in Sekunden erzeugen. Doch gerade deshalb wird menschliche Sprachkompetenz umso wertvoller. Wer KI souverän nutzen will, muss vertieft lesen, präzise schreiben und über einen differenzierten Wortschatz verfügen. Denn nur wer versteht, was ein Text sagt (und was er verschweigt), kann beurteilen, ob ein KI-Ergebnis trägt oder täuscht.

Ohne sprachliche Präzision bleiben auch Prompts vage. Und vage Fragen liefern selten verlässliche Antworten.

Ebenso entscheidend ist fachliches Denken: Wer die Denkweisen der Sprach-, Gesellschafts- und MINT-Fächer nicht kennt, kann die Vorschläge großer Sprachmodelle kaum kritisch prüfen.

KI vergrößert die digitale Kluft

Damit rückt eine zweite Gefahr ins Zentrum: KI kann Bildungsungleichheit verschärfen. Nach dem Matthäus-Prinzip profitieren sprachlich starke Kinder und Jugendliche besonders, während schwächere Lernende weiter zurückzufallen drohen. Die digitale Kluft ist deshalb weniger eine Frage des Zugangs als der Befähigung. Wenn Lesen, Schreiben und Urteilen an ChatGPT & Co. ausgelagert werden, wächst nicht nur die technische Abhängigkeit, sondern auch die soziale und intellektuelle Selektivität.

Die Konsequenz: Schule muss literale Basiskompetenzen, Lesestrategien, Textverständnis, Quellenkritik und kritisches Denken stärken: Denn KI-Kompetenz baut auf Literacy auf, nicht umgekehrt (UNESCO 2023/24; OECD 2025).

Warum Lesestrategien (so) wichtig sind

Lesen erschließt sich nicht von selbst. Es muss gelernt und systematisch gefördert werden. Während der IQES-Leitfaden Laut lesen. Leseflüssigkeit im Unterricht fördern (Gold & Rosebrock 2026) die Wort- und Satzebene in den Blick nimmt, geht es hier um das Ganze: Texte verstehen, Zusammenhänge herstellen, Bedeutung erschließen.

Ein Schlüssel dazu sind Lesestrategien. Sie sind Denkwerkzeuge, mit denen Leser:innen Informationen finden, Wichtiges erkennen, Zusammenhänge herstellen, das eigene Verständnis prüfen und Aussagen kritisch beurteilen. Die Forschung zeigt: Wer wirksame Lesestrategien beherrscht, versteht Texte besser (OECD 2021).

Ohne Lesestrategien keine Lernerfolge

Kompetente Leser:innen verfügen nicht über die eine Lesestrategie. Sie besitzen ein Repertoire – einen gedanklichen Werkzeugkasten. Je nach Text, Aufgabe und Leseziel greifen sie zu unterschiedlichen Werkzeugen. Damit steuern sie ihre Aufmerksamkeit und ihr Arbeitsgedächtnis und halten ihren Leseprozess auf Kurs.

Lesestrategien befähigen Schüler:innen, selbstständig zu lernen. Sie öffnen den Weg in literarische Welten, helfen beim Erschließen von Sach- und Fachtexten, beim Navigieren durch Hypertexte, Websites und Blogs und beim Erkennen von Fake News.

Lesestrategien gehören deshalb in alle Fächer und müssen über alle Schuljahre hinweg systematisch gefördert werden.

Leitfaden Lesestrategien – Textverstehen in Unterricht und Schule fördern

Der praxisorientierte Leitfaden zeigt Schulleitungen und Lehrpersonen, wie sie Lesestrategien forschungsbasiert, systematisch und fächerübergreifend fördern können. Er bietet Orientierung bei der Auswahl geeigneter Strategien für unterschiedliche Stufen, zeigt Wege für ihre wirksame Einführung und Anwendung im Unterricht und unterstützt Schulen beim Aufbau eines gemeinsamen Lesestrategie-Curriculums. Konkrete Anregungen helfen dabei, Lesestrategien fachlich zu vertiefen und im Kollegium verbindlich zu vereinbaren.

Autor/Autorin: Andreas Gold, Gerold Brägger, Nicole Steiner

Umfang/Länge: 132 Seiten

Fächer: alle Fächer, Deutsch

Stufen: 2. Stufe, 3. Stufe, 4. Stufe, 5. Stufe, 6. Stufe, 7. Stufe, 8. Stufe, 9. Stufe, 10. Stufe, 11. Stufe, 12. Stufe, 13. Stufe