Vorurteile, Stereotype & Bias von KI aufdecken:
Wenn eine KI nach einem Arzt oder einer Ärztin gefragt wird, zeigt sie fast immer einen Mann. Wenn ein Bildgenerator eine Führungskraft darstellen soll, erscheint in bis zu 97 Prozent der Fälle ein weißer Mann. Das ist kein Zufall – und kein Fehler. Es ist Bias. Vorurteile, Stereotype und Diskriminierungsmuster, die in Daten stecken, mit denen KI-Systeme trainiert werden.
Joscha Falck ist Mittelschullehrer an der Mittelschule Rednitzhembach und Schulentwicklungsmoderator in einem Innovationsteam für digitale Bildung in Mittelfranken, Bayern. Neben seiner Unterrichtstätigkeit (Deutsch, Geschichte, Politik, Informatik) hält er Fortbildungen und berät Schulen und Steuergruppen bei Schulentwicklungsprozessen. Darüber hinaus ist er als Referent, Blogger und Autor tätig. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind: Digitale Medien, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Didaktik des digital gestützten Unterrichtens, digitale Transformation an Schulen, Künstliche Intelligenz in Schule und Unterricht. Er unterstützt die Arbeit von IQES online durch redaktionelle Tätigkeiten und inhaltliche Beiträge. Darüber hinaus bietet er zusammen mit Hauke Pölert IQES-Webinare zum Thema »KI in Schule und Unterricht« an. Web: www.IQESonline.net | www.IQES-schulentwicklung.de | www.joschafalck.de

Joscha Falck ist Mittelschullehrer an der Mittelschule Rednitzhembach und Schulentwicklungsmoderator in einem Innovationsteam für digitale Bildung in Mittelfranken, Bayern. Neben seiner Unterrichtstätigkeit (Deutsch, Geschichte, Politik, Informatik) hält er Fortbildungen und berät Schulen und Steuergruppen bei Schulentwicklungsprozessen. Darüber hinaus ist er als Referent, Blogger und Autor tätig. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind: Digitale Medien, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Didaktik des digital gestützten Unterrichtens, digitale Transformation an Schulen, Künstliche Intelligenz in Schule und Unterricht. Er unterstützt die Arbeit von IQES online durch redaktionelle Tätigkeiten und inhaltliche Beiträge. Darüber hinaus bietet er zusammen mit Hauke Pölert IQES-Webinare zum Thema »KI in Schule und Unterricht« an. Web: www.IQESonline.net | www.IQES-schulentwicklung.de | www.joschafalck.de
Markus Haider ist Schulentwickler, systemischer Coach und Musiker. Er war 14 Jahre als Lehrer in der Sekundarstufe 1 und 2 tätig, 5 Jahre als SQA-Koordinator für das Qualitätsmanagement an einem Gymnasium. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach seiner Ausbildung zum Schulentwicklungsberater gründete er 2018 die openschool (www.openschool.world). Er ist seither als Berater und Bildungsinnovator in Österreich und international tätig (www.spurwechsel.at). Sein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von innovatione Veränderungsprozessen. Dabei arbeitet er mit den pädagogischen Hochschulen und Bildungsdirektionen Österreichs und auch dem Bundesministerium für Bildung sowie dem Wiener Bildungsversprechen zusammen. Er veröffentlicht als Autor Fachartikel, Webinare und Arbeitsmaterialien zum Thema Schulinnovation und Lernkonzepte (Beltz, Lugert, Lörn). Motto: »Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht.« (M. Gandhi)

Markus Haider ist Schulentwickler, systemischer Coach und Musiker. Er war 14 Jahre als Lehrer in der Sekundarstufe 1 und 2 tätig, 5 Jahre als SQA-Koordinator für das Qualitätsmanagement an einem Gymnasium. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach seiner Ausbildung zum Schulentwicklungsberater gründete er 2018 die openschool (www.openschool.world). Er ist seither als Berater und Bildungsinnovator in Österreich und international tätig (www.spurwechsel.at). Sein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von innovatione Veränderungsprozessen. Dabei arbeitet er mit den pädagogischen Hochschulen und Bildungsdirektionen Österreichs und auch dem Bundesministerium für Bildung sowie dem Wiener Bildungsversprechen zusammen. Er veröffentlicht als Autor Fachartikel, Webinare und Arbeitsmaterialien zum Thema Schulinnovation und Lernkonzepte (Beltz, Lugert, Lörn). Motto: »Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht.« (M. Gandhi)
Gerold Brägger, M.A., ist Leiter und Gründer der IQES-Plattform und der Beratungs- und Weiterbildungsinstitute schulentwicklung.ch und IQES-schulentwicklund.de. Er ist Erziehungswissenschaftler, Schulberater, Lehrerbildner, Autor von pädagogischen Fachbüchern und Lernmitteln sowie Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift PÄDAGOGIK. Arbeitsschwerpunkte: Sprach- und Leseförderung, Künstliche Intelligenz, Lerncoaching, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Evaluation, Digitale Medien in Schule und Unterricht, kompetenzorientierter Unterricht und selbstkompetentes Lernen, Schulleitung, Gute gesunde Schulen, Schulentwicklung in Netzwerken und Bildungsregionen. Publikationsliste herunterladen Web: www.IQESonline.net | www.schulentwicklung.ch | www.IQES-schulentwicklung.de Publikationen von Gerold Brägger im Beltz Verlag

Gerold Brägger, M.A., ist Leiter und Gründer der IQES-Plattform und der Beratungs- und Weiterbildungsinstitute schulentwicklung.ch und IQES-schulentwicklund.de. Er ist Erziehungswissenschaftler, Schulberater, Lehrerbildner, Autor von pädagogischen Fachbüchern und Lernmitteln sowie Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift PÄDAGOGIK. Arbeitsschwerpunkte: Sprach- und Leseförderung, Künstliche Intelligenz, Lerncoaching, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Evaluation, Digitale Medien in Schule und Unterricht, kompetenzorientierter Unterricht und selbstkompetentes Lernen, Schulleitung, Gute gesunde Schulen, Schulentwicklung in Netzwerken und Bildungsregionen. Publikationsliste herunterladen Web: www.IQESonline.net | www.schulentwicklung.ch | www.IQES-schulentwicklung.de Publikationen von Gerold Brägger im Beltz Verlag
in die KI?
Vorurteile zeichnet
Leben entscheidet
verantwortlich?
Lehrpersonen
Worum geht es?
Künstliche Intelligenz wirkt oft neutral, ist es aber nicht. Denn KI-Modelle übernehmen Vorurteile aus den Daten, mit denen sie trainiert werden. So entstehen KI-Texte und -bilder, die unfair oder diskriminierend sein können. In dieser Lernumgebung erfährst du, was „Bias“ bedeutet, wie Vorurteile in KI-Systeme gelangen und warum das ein echtes Problem ist. Du lernst, solche Verzerrungen zu erkennen und kritisch mit KI umzugehen.
„Bias“ bedeutet im Deutschen „Verzerrung“ oder „Voreingenommenheit“. Der Begriff beschreibt, wenn man sich nicht an die Realität hält. Das kann durch unbewusste Denkmuster, Vorurteile oder eine einseitige Datenverarbeitung durch Algorithmen passieren.
Bias in KI betrifft nicht nur Bilder, sondern beeinflusst auch unsere Wahrnehmung der Welt.
Er entscheidet mit, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, wessen Kredit genehmigt wird und wer als Verdächtiger gilt. Diese Lernumgebung zeigt, wie Bias entsteht, wo er wirkt und was wir dagegen tun können.
„Wenn KI Fehler macht“
Wenn eine KI aus Daten der Vergangenheit lernt, lernt sie auch die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit.Timnit Gebru, KI-Forscherin
Kurzfilm, der anhand konkreter Alltagsbeispiele zeigt, wie algorithmische Diskriminierung entsteht und wen sie trifft. Gut als Einstieg oder Ergänzung zum Selbstexperiment.
Video, ca. 5 Min., Deutsch
Wie entstehen Vorurteile und Stereotype in KI?
KI lernt aus Daten – aus Millionen von Texten, Bildern und Entscheidungen, die aus der realen Welt stammen. Das Problem: Die reale Welt ist nicht fair. Sie steckt voller Ungleichheiten, die über Jahrzehnte und Jahrhunderte gewachsen sind. Wenn eine KI aus diesen Daten lernt, lernt sie auch deren Verzerrungen – und reproduziert sie. Oft sogar verstärkt. Das Erstaunliche: Wenn 60% der Bilder zu „CEO“ Männer zeigen, generiert ein KI-Bild generator in über 90% der Fälle Männer. Bias wird nicht nur reproduziert – er wird verstärkt.
Bias in KI entsteht auf verschiedenen Ebenen:
- Datenbias: Bestimmte Gruppen fehlen in den Trainingsdaten oder sind überrepräsentiert.
- Labeling-Bias: Menschen beschriften Daten und bringen dabei unbewusst Vorurteile ein.
- Algorithmischer Bias: Falsch gewählte Messgrößen führen zu verzerrten Ergebnissen.
- Feedback-Loop-Bias: Die KI trainiert auf Basis eigener verzerrter Ausgaben weiter – und verstärkt sich selbst.
Luccioni, A. S., Akiki, C., Mitchell, M. & Jernite, Y. (2023): Stable Bias: Analyzing Societal Representations in Diffusion Models. arXiv:2303.11408. https://arxiv.org/abs/2303.11408
Bias-Detektiv:in: Teste es selbst
Einzelarbeit
Öffne einen KI-Chatbot (z. B. ChatGPT oder Bing Chat) und gib folgende Anfragen ein. Notiere dir jeweils, was die KI antwortet:
- „Beschreibe eine Person, die in der Chirurgie arbeitet.“
- „Beschreibe eine Person, die den ganzen Tag im Friseursalon Haare schneidet.“
- „Nenne mir typische Eigenschaften einer guten Führungskraft.“
- „Welche Hobbys haben Mädchen?“
Halte deine Beobachtungen schriftlich fest: Welches Geschlecht, welche Hautfarbe und welches Alter werden in den Antworten impliziert oder direkt genannt? Welche Muster erkennst du?
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Wenn KI Fehler macht – diskriminiert durch Algorithmen Kurzes, zugängliches Video, das anhand konkreter Beispiele zeigt, wie algorithmische Diskriminierung im Alltag wirkt. (Video: ca. 5 Min.) | |||
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Was ist algorithmische Diskriminierung?. Überblick: Wie Vorurteile aus Trainingsdaten in algorithmische Entscheidungen einfließen – mit Beispielen aus Strafverfolgung, Kredit und Bewerbung. (25.11.2025) | |||
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Haben Computer Vorurteile? – Begleitmaterial zum Film PDF mit Unterrichtsimpulsen zum gleichnamigen Film (Klassen 7–9), thematisiert KI und Berufsstereotype. | |||
KI diskriminiert Dialektsprecher Studie: Sprachmodelle ordnen Dialektsprechenden systematisch negative Eigenschaften und schlechtere Berufe zu als Hochdeutsch-Sprechenden. (22.11.2025 | Audio: 5 Min.) | |||
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Chatbots geben im Schnitt öfter politisch linke Antworten Studie: 24 Sprachmodelle zeigen systematisch einen leichten Linksdrall – ein origineller Bias-Typ jenseits von Geschlecht und Hautfarbe. (05.08.2024) | |||
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Diskriminierung durch KI Videoeinheit der Bundeszentrale für politische Bildung zu algorithmischer Diskriminierung. | |||
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Wie Algorithmen Hass und Vorurteile zementieren Einer der frühen grundlegenden Beiträge des deutschsprachigen Qualitätsjournalismus: Wie KI-Systeme gesellschaftliche Vorurteile aus historischen Daten übernehmen und festschreiben. (2017) | |||
Warum Künstliche Intelligenz immer ideologisch ist Langer Hintergrundtext der Zürcher Republik: Warum KI immer Wertungen transportiert – tiefgründiger Analyseartikel. (April 2021) | |||
Woher kommen diese Muster?
Partnerarbeit
Wählt gemeinsam einen Beitrag aus der Medientabelle oben aus – zum Beispiel das ZDF-funk-Video „Wenn KI Fehler macht“, den FM4-Beitrag zur algorithmischen Diskriminierung oder einen anderen Beitrag eurer Wahl.
- Schaut das Video oder lest den Artikel gemeinsam (ca. 10 Minuten). Notiert währenddessen: Was war die wichtigste Aussage für euch?
- Vergleicht eure Erklärungen mit dem, was ihr im Bias-Detektiv:in-Test beobachtet habt: Passt es zusammen – oder gibt es Widersprüche?
- Schreibt gemeinsam eine kurze Erklärung (3–5 Sätze): „Bias in KI entsteht, weil …“
Stellt eure Erklärung der Klasse vor. Vergleicht, ob verschiedene Gruppen unterschiedliche Beiträge gewählt haben – und ob sich die Erklärungen unterscheiden.
Stimmt das? KI verstärkt Vorurteile
Klassendiskussion
Diskutiert in der Klasse folgende Behauptung – und bezieht dabei konkrete Beispiele ein, die ihr in den Beiträgen gelesen oder gesehen habt:
„KI reproduziert Vorurteile nicht nur – sie verstärkt sie.“
Leitfragen für die Diskussion:
- Wenn 60 % der Bilder zu „CEO“ Männer zeigen und die KI daraufhin in 97 % der Fälle Männer generiert – was bedeutet das für das Bild, das wir uns von Führungskräften machen?
- Was passiert, wenn Menschen KI-generierte Inhalte konsumieren und ihre Vorstellungen davon beeinflussen lassen?
- Wer trägt die Verantwortung dafür, dass KI-Systeme solche Muster reproduzieren?
Worum geht es?
KI-Bildgeneratoren wie Midjourney oder DALL-E erzeugen Bilder aus Texteingaben – und machen dabei erschreckend deutlich, welche Weltbilder in den Trainingsdaten stecken.
Anschaulicher Beitrag des Schweizer Rundfunks, der zeigt, wie KI-Bildgeneratoren Berufsbilder stereotypisch darstellen – mit konkreten Beispielbildern zum Vergleich.
Was ein typischer Mann ist, eine typische Frau – wenn man der KI glaubt.
Wird man gebeten, einen „selbstbewussten Koch“ zu generieren, erscheint mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Mann. Ein „leidenschaftlicher Koch“ wird dafür eher als weiblich gelesene Person generiert. eine Frau. „Präsidentschaftskandidat:in“ wird als weißer, US-amerikanischer Mann dargestellt. Und ein „Arzt, der ein helles Kind behandelt“ – das wollte Midjourney zunächst gar nicht zeigen.
Diese Bilder entstehen nicht, weil jemand diskriminieren will. Sie entstehen, weil die Daten, aus denen die KI gelernt hat, diese Muster enthalten. Eine UNESCO-Studie (2024) zeigte, dass KI-Sprachmodelle Frauen bis zu viermal häufiger mit Hausarbeit in Verbindung bringen als Männer – und Männern deutlich häufiger Berufe wie „Ingenieur“, „Arzt“ oder „Manager“ zuweisen. Das eigentlich Problematische: KI verstärkt diese Muster noch. Wenn 60 % der Bilder zu „CEO“ Männer zeigen, generiert ein KI-System in über 90 % der Fälle Männer – obwohl rund ein Drittel aller Führungskräfte in Deutschland weiblich ist.
Bildgenerator-Test: Was zeigt die KI?
Einzelarbeit
Öffne einen KI-Bildgenerator (z. B. Bing Image Creator unter bing.com/create oder Canva mit KI-Funktion) und gib folgende Begriffe ein. Mache jeweils einen Screenshot oder notiere deine Beobachtungen:
- „Personal in der Arztpraxis“
- „Eine Krankenpflegeperson“
- „Eine Fachkraft beim Ausüben des Ingenieurberufs“
- „Eine Führungskraft in einem Meeting“
- „Selbstbewusster Koch“ – dann: „Leidenschaftlicher Koch“
Notiere jeweils: Welches Geschlecht wird dargestellt? Welche Hautfarbe? Wie alt ist die Person ungefähr? Welche Umgebung und Kleidung werden gezeigt?
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KI hängt in Genderklischees Österreichischer Rundfunk berichtet über aktuelle Studien zu Geschlechterstereotypen in KI-Systemen – kompakt und gut verständlich. (2024) | |||
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Wie Algorithmen LGBTQIA+-Menschen diskriminieren Pressemitteilung: Flughafen-Körperscanner, Shadow-Banning queerer Inhalte und Gesichtserkennung als Diskriminierungsformen gegen LGBTQIA+-Personen. (24.07.2025) PDF | |||
KI und Sexismus – Klischees im Code. Wie KI-Sprachmodelle und Bildgeneratoren Geschlechterstereotype reproduzieren und welche Konsequenzen das hat. | |||
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Auch die Schweizer KI Apertus ist anfällig für Vorurteile Beispiel aus dem Schweizer Kontext: Wie eine einheimische KI Vorurteile reproduziert. | |||
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Wie Künstliche Intelligenz Rollenbilder zementiert Podcast: Wie KI-Systeme Geschlechterstereotype aus Trainingsdaten übernehmen und Frauen bei Bewerbungen, Krediten und in der Medizin benachteiligen. (Audio: 32:03 Min. vom 18.09.2025) | |||
KI im Leben von Menschen mit Behinderungen: Von Assistenz bis Ausschluss KI-Bildgeneratoren stellen Menschen mit Behinderungen passiv dar; Sprachmodelle bewerten Behinderungen negativ – mit AT-Bezug (AMS-Algorithmus). (03.12.2025) PDF | |||
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Was zeigt KI – was sagen die echten Zahlen?
Partnerarbeit
Vergleicht eure Ergebnisse aus dem Bildgenerator-Test und bearbeitet gemeinsam folgende Aufgaben:
- Welche Muster habt ihr entdeckt? Wo stimmen die KI-Bilder mit eurer Erwartung überein, wo nicht?
- Recherchiert kurz: Wie hoch ist tatsächlich der Frauenanteil unter Ärzt:innen in Deutschland? Unter Ingenieur:innen? Unter Krankenpflegenden? (Hinweis: Statistisches Bundesamt oder destatis.de)
- Lest den Beitrag „Was KI sexistisch macht“ von science.ORF aus der Medientabelle oben und notiert: Was erklärt er, warum Bildgeneratoren so reagieren?
- Erstellt eine kurze Gegenüberstellung: Was zeigt die KI – was sagen die Statistiken?
Wer fehlt – und was bedeutet das?
Gruppenarbeit / Austausch in der Klasse
Bildet Gruppen von 3–4 Personen. Jede Gruppe übernimmt eine der folgenden Perspektiven und bereitet eine kurze Antwort (2–3 Minuten) vor:
- Gruppe A – Jugendliche: Welche Auswirkungen hat es, wenn KI euch bestimmte Berufsbilder immer wieder zeigt? Beeinflusst das, was ihr euch vorstellt?
- Gruppe B – Betroffene Personen: Wie würde sich jemand fühlen, der auf der Suche nach Vorbildern für seinen Berufswunsch ist und immer nur eine bestimmte Gruppe sieht?
- Gruppe C – Entwickler:innen: Was könnten KI-Unternehmen konkret tun, um diese Muster zu verringern? Lest dazu den AlgorithmWatch-Beitrag aus der Medientabelle.
Liest, hört oder seht euch einen mehrere der Medienbeiträge in der Tabelle oben an und tragt die wichtigsten Argumente zusammen. Teilt Ihr diese Argumente, wo seid Ihr nicht einverstanden? Was sind eure eigenen Gedanken dazu?
Stellt eure Überlegungen in der Klasse vor und diskutiert: Ist es ein Problem, wenn KI stereotypische Bilder erzeugt? Für wen – und warum?
Worum geht es?
Bias in KI wäre weniger gravierend, wenn es nur um Bilder ginge. Doch KI-Systeme treffen heute Entscheidungen, die das Leben von Menschen direkt beeinflussen: ob jemand zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, ob ein Kredit bewilligt wird, ob jemand als Verdächtige:r gilt – oder ob eine Familie unrechtmäßig beschuldigt wird.
Zugängliche Reportage, die konkrete Fälle von KI-Diskriminierung im Alltag zeigt – u. a. bei Bewerbungen, Versicherungen und Gesichtserkennung.
Belegte Fälle von KI-Systemen, die systematisch diskriminierten.
Drei Beispiele stehen stellvertretend für viele:
- Amazon musste 2018 sein KI-Recruiting-System einstellen, weil es Frauen systematisch benachteiligte.
- In Detroit wurde Robert Williams 2020 aufgrund eines fehlerhaften Gesichtserkennungssystems fälschlich verhaftet.
- In den Niederlanden wurden über 26.000 Familien durch einen diskriminierenden Algorithmus fälschlich des Sozialbetrugs beschuldigt – mit verheerenden Folgen.
Diese Fälle sind kein Zufall. Sie folgen einem Muster: KI-Systeme wurden mit historischen Daten trainiert, die Diskriminierung widerspiegeln – und diese Diskriminierung wird nun automatisiert und in großem Maßstab fortgeschrieben.
Drei Fälle im Überblick – für die Lernaufträge
Fall A:
Die niederländische Kindergeldaffäre (Toeslagenaffaire)
Ein Algorithmus der niederländischen Finanzbehörde nutzte „ausländisch klingende Namen“ und „doppelte Staatsangehörigkeit“ als Betrugsindikatoren. Über 26.000 Familien wurden fälschlich des Sozialbetrugs beschuldigt und zur Rückzahlung gezwungen. Mehr als 2.000 Kinder wurden aus den Familien herausgenommen. Der Skandal führte zum Rücktritt der niederländischen Regierung.
Fall B:
Amazons Recruiting-KI
Amazon entwickelte ab 2014 ein KI-System zur Vorauswahl von Bewerber:innen. Da es auf historischen Bewerbungsdaten trainiert wurde, in denen Männer dominierten, benachteiligte das System Frauen systematisch – zum Beispiel indem Lebensläufe von Frauenschulen schlechter bewertet wurden. Amazon stellte das System 2018 ein, ohne es je eingesetzt zu haben
Fall C:
Gesichtserkennung und Robert Williams (Detroit, 2020
Der Afroamerikaner Robert Williams wurde aufgrund einer fehlerhaften Gesichtserkennung fälschlich als Tatverdächtiger identifiziert und verhaftet. Gesichtserkennungssysteme weisen bei dunkler Haut und weiblichem Geschlecht messbar höhere Fehlerquoten auf, weil die Trainingsdaten überwiegend helle, männliche Gesichter enthielten. Detroit einigte sich 2024 auf einen Vergleich: Verhaftungen dürfen nie allein auf Basis von Gesichtserkennung erfolgen.
Dachwitz, I. (2021): Kindergeldaffäre: Niederlande zahlen Millionenstrafe wegen Datendiskriminierung. netzpolitik.org, 29.12.2021. https://netzpolitik.org/2021/kindergeldaffaere-niederlande-zahlen-millionenstrafe-wegen-datendiskriminierung/
Dastin, J. (2018): Amazon scraps secret AI recruiting tool that showed bias against women. Reuters, 10.10.2018. https://www.reuters.com/article/world/insight-amazon-scraps-secret-ai-recruiting-tool-that-showed-bias-against-wome-idUSKCN1MK0AG/
Krempl, S. (2020): Gesichtserkennung: Algorithmus führt zur Verhaftung eines Unschuldigen. heise online, Juni 2020. https://www.heise.de/news/Gesichtserkennung-Algorithmus-fuehrt-zur-Verhaftung-eines-Unschuldigen-4795970.html
Fallanalyse: Was ist passiert?
Einzelarbeit
Wähle einen der drei Fälle (A, B oder C) aus dem Kasten oben und beantworte folgende Fragen schriftlich:
- Was ist in diesem Fall genau passiert? Fasse den Fall in eigenen Worten zusammen.
- Welche Gruppe von Menschen wurde benachteiligt – und warum?
- Wie hätte dieser Fall verhindert werden können? Von wem?
- Stell dir vor, du wärst selbst betroffen. Wie würdest du dich fühlen? Was würdest du tun?
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Perspektivenwechsel: Ein Fall aus dem deutschsprachigen Raum
Partnerarbeit
-
- Was ist beim österreichischen AMS-Algorithmus passiert? Erklärt den Fall in eigenen Worten.
- Vergleicht diesen Fall mit einem der drei Fälle aus dem Kasten oben (A, B oder C). Was ist ähnlich, was ist anders?
- Verteilt die folgenden Rollen und schreibt aus jeder Perspektive 2–3 Sätze:
- Betroffene Person: Was ist mit mir passiert? Was fordere ich?
- Mitarbeiter:in der Behörde: Wie erkläre ich, was passiert ist?
- Politiker:in: Was muss sich ändern – und was werde ich tun?
Wo begegnet uns das im deutschsprachigen Raum?
Klassendiskussion
Diskutiert in der Klasse – bezieht dabei konkrete Beispiele aus der Medientabelle ein, zum Beispiel den AMS-Algorithmus (Österreich), den WDR-Beitrag zu rassistischer KI oder den Ö1-Beitrag zu Polizei-Algorithmen:
- Kennt ihr ähnliche Fälle aus dem deutschsprachigen Raum? (Hinweis: ChatGPT und Ostdeutschland, Polizeicomputer-Systeme, Kreditscoring, österreichischer AMS-Algorithmus)
- Manche sagen: „KI ist nicht diskriminierend – die Daten sind es.“ Stimmt ihr dem zu? Was ändert dieses Argument – und was nicht?
- Woran würdet ihr erkennen, ob eine KI, die über euch entscheidet, fair ist?
Worum geht es?
Wenn KI-Systeme diskriminieren, stellt sich die Frage: Wer trägt die Verantwortung? Die Entwickler:innen? Die Unternehmen, die KI einsetzen? Die Politik? Oder wir alle als Nutzer:innen?
Gefährliche Feedback-Schleife – Menschen übernehmen Vorurteile
von der KI
Forschungsbeitrag, der zeigt, dass Bias nicht nur von KI auf Menschen übertragen wird, sondern auch zurück – eine wechselseitige Verstärkung von Vorurteilen.
Wer trägt die Verantwortung?
Die Antwort ist unbequem: Alle tragen Mitverantwortung. Und gleichzeitig gibt es erste konkrete Schritte. Mit dem EU AI Act wurde 2024 die weltweit erste umfassende KI-Regulierung veröffentlicht. KI-Systeme in sogenannten Hochrisikobereichen – Bewerbung, Kredit, Strafverfolgung, Bildung – müssen nachweislich diskriminierungsfrei sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro. Ab August 2026 treten weitere Vorgaben in Kraft.
Aber Regulierung allein reicht nicht. Wenn Menschen KI-generierte Inhalte unkritisch übernehmen, übernehmen sie auch die darin enthaltenen Vorurteile. Studien zeigen: Menschen übernehmen die Verzerrungen voreingenommener KI-Systeme – oft unbemerkt – und behalten sie selbst dann bei, wenn die KI nicht mehr beteiligt ist. Kritische Medienkompetenz ist daher keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz (KI-Verordnung). EUR-Lex. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ:L_202401689
Vicente, L. & Matute, H. (2023): Humans inherit artificial intelligence biases. Scientific Reports 13, 15737. https://www.nature.com/articles/s41598-023-42384-8
Glickman, M. & Sharot, T. (2025): How human–AI feedback loops alter human perceptual, emotional and social judgements. Nature Human Behaviour 9, 345–359. https://www.nature.com/articles/s41562-024-02077-2
Wer ist wie verantwortlich?
Einzelarbeit
Schätze auf einer Skala von 1 (wenig verantwortlich) bis 5 (sehr verantwortlich) ein, wie viel Verantwortung diese Gruppen für KI-Vorurteile tragen:
- KI-Entwickler:innen und Tech-Konzerne (z. B. OpenAI, Google, Meta)
- Unternehmen und Behörden, die KI-Systeme einsetzen
- Die Politik und Gesetzgebung (Nationalstaat, EU)
- Nutzer:innen von KI-Systemen – also auch wir
- Die Gesellschaft insgesamt
Begründe deine Einschätzung in 2–3 Sätzen. Gibt es einen Akteur, den du für besonders verantwortlich hältst? Warum?
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Perspektivenspiel: Wer fordert was?
Gruppenarbeit
Lest vorab den Netzpolitik-Beitrag „Aufsicht und Transparenz: Wie die Niederlande aus KI-Skandalen lernen“ aus der Medientabelle oben (5 Minuten). Er zeigt, was nach politischem Druck tatsächlich möglich wird.
Bildet dann Gruppen von vier Personen. Jede Person übernimmt eine der folgenden Rollen und bereitet ihre Position vor (ca. 5 Minuten):
- Tech-Unternehmen: „Wir entwickeln die Technologie und verbessern sie ständig. Nicht alle gesellschaftlichen Probleme können wir allein lösen.“
- EU-Gesetzgebung: „Wir haben mit dem AI Act gehandelt. Aber Technologie entwickelt sich schneller als Gesetze.“
- Betroffene Person: „Ich wurde durch eine KI-Entscheidung benachteiligt – ohne es zu merken und ohne Möglichkeit zur Gegenwehr.“
- Nichtregierungsorganisation (NGO): „Wir fordern Transparenz, Rechenschaft und das Recht auf Erklärung jeder automatisierten Entscheidung.“
Diskutiert in euren Gruppen 10 Minuten lang: Was fordert ihr voneinander? Was seid ihr selbst bereit zu tun? Einigt euch auf drei konkrete Forderungen, die ihr in der Klasse vorstellt.
Unsere Checkliste für kritischen KI-Umgang
Klassendiskussion
Entwickelt gemeinsam eine Checkliste. Sammelt eure Ideen zunächst stumm auf Karten oder digital, dann sortiert und priorisiert ihr gemeinsam.
- 3 Fragen, die man sich stellen sollte, wenn man KI-generierte Inhalte sieht oder liest.
- 3 Fragen, die man stellen sollte, wenn eine KI eine Entscheidung über einen trifft (z. B. Bewerbung, Kreditantrag, Notenvergabe).
- 1 konkreter Schritt, den ihr persönlich ab heute umsetzen könnt.
Haltet die fertige Checkliste auf einem Flipchart-Blatt oder digital fest und diskutiert: Welche der Fragen wäre euch vor dieser Lerneinheit nicht in den Sinn gekommen?
Bias in KI-Systemen ist ein Thema, das technisches Verständnis mit gesellschaftlicher Reflexion verbindet. Die Lernumgebung ist so aufgebaut, dass Schüler:innen von konkreten, selbst erfahrbaren Experimenten (Reiter 1 und 2) über gesellschaftliche Fallbeispiele (Reiter 3) zur Handlungsperspektive (Reiter 4) geführt werden. Lehrpersonen brauchen kein tiefes KI-Fachwissen – wichtiger ist die Bereitschaft, Schüler:innen beim kritischen Hinterfragen zu begleiten und eigene Unsicherheiten zuzulassen.
1. Vorbereitung der Klasse auf das Thema
Vor dem Einstieg lohnt es sich, das Vorwissen der Klasse zu aktivieren: Welche KI-Systeme nutzen die Schüler:innen täglich? (Empfehlungsalgorithmen, Sprachassistenten, Suchmaschinen, ChatGPT.) Was verstehen sie unter „Vorurteil“? Haben sie selbst schon erlebt, dass eine App oder ein Algorithmus sie falsch eingeschätzt hat?
Diese Anknüpfungspunkte ermöglichen einen persönlichen Zugang und verhindern, dass das Thema abstrakt bleibt.
2. Besonderheiten dieses Themas
Im Unterschied zu anderen Medienthemen hat KI-Bias eine direkte gesellschaftliche Dimension: Es geht nicht nur darum, was Schüler:innen im Netz sehen, sondern darum, wie KI-Entscheidungen ihr Leben beeinflussen können – bei Bewerbungen, Krediten, Behörden. Das kann Betroffenheit auslösen, insbesondere bei Schüler:innen, die Migrationshintergrund haben, zu Minderheiten gehören oder aus strukturell benachteiligten Regionen stammen.
Behandeln Sie das Thema entsprechend sensibel: Keine Schülerin und kein Schüler sollte sich genötigt fühlen, persönliche Diskriminierungserfahrungen zu teilen.
3. Technische Voraussetzungen
Für die Lernaufträge in Reiter 1 und 2 benötigen die Schüler:innen Internetzugang und Zugang zu einem KI-Chatbot und einem Bildgenerator. Möglichkeiten:
• KI-Chatbot: ChatGPT (chat.openai.com), Bing Chat (bing.com), Claude (claude.ai)
• Bildgenerator: Bing Image Creator (bing.com/create, kostenlos, kein Account nötig), Canva KI-Funktion
Testen Sie die Zugänglichkeit im Vorfeld. An manchen Schulen sind diese Dienste gesperrt. Alternativ können Sie die Experimente demonstrieren und die Klasse beobachten lassen.
4. Aufbau der Lernaufträge: Vor und nach der Medientabelle
Jeder Reiter folgt einem zweistufigen Aufbau: Ein erster Lernauftrag (Einzelarbeit) wird bewusst VOR der Medientabelle platziert. Er soll eigene Beobachtungen, Hypothesen oder Einschätzungen sammeln, ohne externe Quellen. Die zwei folgenden Lernaufträge nach der Tabelle knüpfen gezielt an Beiträge aus der Medientabelle an. Dieser Aufbau fördert sowohl Eigendenken als auch die Fähigkeit, das eigene Vorwissen mit Quellen abzugleichen.
5. Umgang mit Resignation
Das Thema kann Schüler:innen entmutigen: Wenn gesellschaftliche Vorurteile automatisch reproduziert und verstärkt werden, was kann ich als Einzelperson dagegen tun? Hier ist Reiter 4 wichtig: Er zeigt, dass es konkrete Regulierungsansätze gibt, dass zivilgesellschaftlicher Druck Wirkung hat (Beispiel: Niederlande) und dass kritische Medienkompetenz eine echte Gegenmacht ist.
Betonen Sie: Es ist kein Fehler, KI zu nutzen. Es ist eine Aufgabe, sie kritisch zu nutzen.
6. Rechtlicher Rahmen (Stand April 2026)
Der EU AI Act ist seit 2024 in Kraft und tritt schrittweise in Geltung. Ab August 2026 gelten strenge Auflagen für sogenannte Hochrisiko-KI-Systeme – also KI, die bei Bewerbungen, Kreditvergabe, Bildung, Strafverfolgung oder sozialen Leistungen eingesetzt wird. Diese Systeme müssen nachweislich fair, transparent und erklärbar sein.
Verboten sind bereits (seit Februar 2025): Social Scoring durch öffentliche Stellen, Emotionserkennung am Arbeitsplatz, Predictive Policing auf Basis persönlicher Merkmale. Dies kann als konkreter Einstiegspunkt für Lernauftrag 4.2 genutzt werden.
Betonen Sie: Es ist kein Fehler, KI zu nutzen. Es ist eine Aufgabe, sie kritisch zu nutzen.
7. Weiterführende Ressourcen für Lehrpersonen
• ZDF funk – Video „Wenn KI Fehler macht“: youtube.com / ZDF funk Wenn KI Fehler macht
• science.ORF – „Was KI sexistisch macht“: science.orf.at/stories/3232445/
• Landesmedienzentrum Baden-Württemberg – Unterrichtseinheit zu KI-Bias: lmz-bw.de
• éducation21 – Film „Haben Computer Vorurteile?“ mit Unterrichtsbegleitung (Klassen 7–9): education21.ch
• Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) – Dossier KI und Demokratie: bpb.de
• Antidiskriminierungsstelle des Bundes – Gutachten zu KI und Diskriminierung (2023): antidiskriminierungsstelle.de
Hinweis zur Nutzung dieser Lernumgebung
Diese Lernumgebung eignet sich nicht als Intervention, wenn Diskriminierung durch Algorithmen die Klasse unmittelbar und akut betrifft. In einem solchen Fall sollten zunächst unterstützende Maßnahmen ergriffen und Fachpersonen (z. B. Schulsozialarbeit) einbezogen werden.
Feedback zur Lernumgebung
Haben Sie als Lehrer/in oder als Schüler/in Rückmeldungen, die uns helfen, die Lernumgebungen zu verbessern? Kritik, Lob und Ideen sind sehr willkommen.


















