»Du glaubst, du wählst aus, was du siehst. In Wahrheit wählt eine KI aus, was du sehen sollst.«
KI in Social Media – wer steuert eigentlich deinen Feed?:
Wusstest du, dass in fast jeder deiner Lieblings-Apps Künstliche Intelligenz steckt? Sie entscheidet, welche Videos du siehst und welche Posts dir gefallen könnten. Sie erzeugt Bilder, Stimmen und sogar ganze Personen, die es nie gegeben hat. Und manchmal antwortet sie dir sogar persönlich, als wäre sie ein Gegenüber. Das ist nicht nur praktisch oder unterhaltsam – es ist auch ein Geschäft. Diese Lernumgebung zeigt dir, wie KI auf Social Media wirklich funktioniert: welche Chancen sie bietet, wo Risiken lauern und vor allem, wie du selbstbestimmt bleibst, statt dich steuern zu lassen.
Joscha Falck ist Mittelschullehrer an der Mittelschule Rednitzhembach und Schulentwicklungsmoderator in einem Innovationsteam für digitale Bildung in Mittelfranken, Bayern. Neben seiner Unterrichtstätigkeit (Deutsch, Geschichte, Politik, Informatik) hält er Fortbildungen und berät Schulen und Steuergruppen bei Schulentwicklungsprozessen. Darüber hinaus ist er als Referent, Blogger und Autor tätig. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind: Digitale Medien, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Didaktik des digital gestützten Unterrichtens, digitale Transformation an Schulen, Künstliche Intelligenz in Schule und Unterricht. Er unterstützt die Arbeit von IQES online durch redaktionelle Tätigkeiten und inhaltliche Beiträge. Darüber hinaus bietet er zusammen mit Hauke Pölert IQES-Webinare zum Thema »KI in Schule und Unterricht« an. Web: www.IQESonline.net | www.IQES-schulentwicklung.de | www.joschafalck.de

Joscha Falck ist Mittelschullehrer an der Mittelschule Rednitzhembach und Schulentwicklungsmoderator in einem Innovationsteam für digitale Bildung in Mittelfranken, Bayern. Neben seiner Unterrichtstätigkeit (Deutsch, Geschichte, Politik, Informatik) hält er Fortbildungen und berät Schulen und Steuergruppen bei Schulentwicklungsprozessen. Darüber hinaus ist er als Referent, Blogger und Autor tätig. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind: Digitale Medien, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Didaktik des digital gestützten Unterrichtens, digitale Transformation an Schulen, Künstliche Intelligenz in Schule und Unterricht. Er unterstützt die Arbeit von IQES online durch redaktionelle Tätigkeiten und inhaltliche Beiträge. Darüber hinaus bietet er zusammen mit Hauke Pölert IQES-Webinare zum Thema »KI in Schule und Unterricht« an. Web: www.IQESonline.net | www.IQES-schulentwicklung.de | www.joschafalck.de
Markus Haider ist Schulentwickler, systemischer Coach und Musiker. Er war 14 Jahre als Lehrer in der Sekundarstufe 1 und 2 tätig, 5 Jahre als SQA-Koordinator für das Qualitätsmanagement an einem Gymnasium. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach seiner Ausbildung zum Schulentwicklungsberater gründete er 2018 die openschool (www.openschool.world). Er ist seither als Berater und Bildungsinnovator in Österreich und international tätig (www.spurwechsel.at). Sein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von innovatione Veränderungsprozessen. Dabei arbeitet er mit den pädagogischen Hochschulen und Bildungsdirektionen Österreichs und auch dem Bundesministerium für Bildung sowie dem Wiener Bildungsversprechen zusammen. Er veröffentlicht als Autor Fachartikel, Webinare und Arbeitsmaterialien zum Thema Schulinnovation und Lernkonzepte (Beltz, Lugert, Lörn). Motto: »Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht.« (M. Gandhi)

Markus Haider ist Schulentwickler, systemischer Coach und Musiker. Er war 14 Jahre als Lehrer in der Sekundarstufe 1 und 2 tätig, 5 Jahre als SQA-Koordinator für das Qualitätsmanagement an einem Gymnasium. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach seiner Ausbildung zum Schulentwicklungsberater gründete er 2018 die openschool (www.openschool.world). Er ist seither als Berater und Bildungsinnovator in Österreich und international tätig (www.spurwechsel.at). Sein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von innovatione Veränderungsprozessen. Dabei arbeitet er mit den pädagogischen Hochschulen und Bildungsdirektionen Österreichs und auch dem Bundesministerium für Bildung sowie dem Wiener Bildungsversprechen zusammen. Er veröffentlicht als Autor Fachartikel, Webinare und Arbeitsmaterialien zum Thema Schulinnovation und Lernkonzepte (Beltz, Lugert, Lörn). Motto: »Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht.« (M. Gandhi)
Gerold Brägger, M.A., ist Leiter und Gründer der IQES-Plattform und der Beratungs- und Weiterbildungsinstitute schulentwicklung.ch und IQES-schulentwicklund.de. Er ist Erziehungswissenschaftler, Schulberater, Lehrerbildner, Autor von pädagogischen Fachbüchern und Lernmitteln sowie Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift PÄDAGOGIK. Arbeitsschwerpunkte: Sprach- und Leseförderung, Künstliche Intelligenz, Lerncoaching, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Evaluation, Digitale Medien in Schule und Unterricht, kompetenzorientierter Unterricht und selbstkompetentes Lernen, Schulleitung, Gute gesunde Schulen, Schulentwicklung in Netzwerken und Bildungsregionen. Publikationsliste herunterladen Web: www.IQESonline.net | www.schulentwicklung.ch | www.IQES-schulentwicklung.de Publikationen von Gerold Brägger im Beltz Verlag

Gerold Brägger, M.A., ist Leiter und Gründer der IQES-Plattform und der Beratungs- und Weiterbildungsinstitute schulentwicklung.ch und IQES-schulentwicklund.de. Er ist Erziehungswissenschaftler, Schulberater, Lehrerbildner, Autor von pädagogischen Fachbüchern und Lernmitteln sowie Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift PÄDAGOGIK. Arbeitsschwerpunkte: Sprach- und Leseförderung, Künstliche Intelligenz, Lerncoaching, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Evaluation, Digitale Medien in Schule und Unterricht, kompetenzorientierter Unterricht und selbstkompetentes Lernen, Schulleitung, Gute gesunde Schulen, Schulentwicklung in Netzwerken und Bildungsregionen. Publikationsliste herunterladen Web: www.IQESonline.net | www.schulentwicklung.ch | www.IQES-schulentwicklung.de Publikationen von Gerold Brägger im Beltz Verlag
entscheidet
Fake?
Gegenüber
bleiben
Lehrpersonen
Der Feed entscheidet – wie KI steuert, was du siehst
Worum geht es?
Jede große Plattform – TikTok, Instagram, YouTube, Snapchat – hat einen Empfehlungsalgorithmus.
Das ist eine KI, die unzählige Daten über dich auswertet: Welche Videos du wie lange ansiehst, was du likest, kommentierst, teilst, sogar wo du kurz hängenbleibst. Daraus berechnet sie, was dir als Nächstes gezeigt wird.
Das wichtigste Ziel der Plattform-KI ist dabei nicht, dich gut zu informieren, sondern dich möglichst lange in der App zu halten. Denn je länger du bleibst, desto mehr Werbung kann dir gezeigt werden. Genau dafür ist die „For You Page“ gemacht.
Chancen und Risiken – beides ist wahr:
Chancen:
Du entdeckst Inhalte, Hobbys und Nischen, die genau zu dir passen – ohne lange zu suchen.
Risiko:
Du landest in einer Filterblase und siehst fast nur noch Ähnliches. Inhalte, die starke Gefühle auslösen, werden bevorzugt – das kann auch die Stimmung beeinflussen.
Risiko:
Der „Endlos-Scroll“ ist bewusst so gestaltet, dass man schwer aufhören kann (persuasives Design).
SRF school – „Die Social Media Falle“
Kurzfilm, der zeigt, wie schnell ein Feed kippt: In einem Experiment dominierten problematische Inhalte das Konto oft schon nach 20 Minuten.
Feed-Protokoll: Was zeigt dir die KI?
Einzelarbeit · vor der Medientabelle · Vorwissen aktivieren
Öffne die App, die du am häufigsten nutzt. Scrolle durch genau 10 Beiträge und notiere für jeden kurz: Thema, ausgelöstes Gefühl (z. B. neugierig, genervt, neidisch, fröhlich), und ob du dem Profil folgst oder nicht.
- Welche Themen tauchen besonders oft auf?
- Wie viele Beiträge stammen von Profilen, denen du gar nicht folgst?
- Stelle eine Vermutung auf: Warum zeigt dir die KI genau diese Inhalte?
Weitere Beiträge zum Thema
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Wie tickt der Algorithmus? Zwei Quellen im Vergleich
Partnerarbeit · nach der Medientabelle · Medienvergleich mit Leitfragen
Wählt zwei Beiträge aus der Tabelle. Vergleicht sie anhand der Leitfragen und haltet die Ergebnisse fest.
- Welche Daten sammelt die KI laut beiden Quellen über die Nutzer:innen?
- Was ist das Ziel des Algorithmus – und in wessen Interesse ist das?
- Nennt die drei wichtigsten Faktoren, die bestimmen, was im Feed erscheint.
- Wo widersprechen sich die Quellen oder setzen unterschiedliche Schwerpunkte?
„Der Algorithmus gibt mir doch nur, was ich will" – stimmt das?
Klassendiskussion · Transfer
Diese Aussage hört man oft. Diskutiert in der Klasse, ob sie zutrifft. Sammelt zuerst Argumente dafür und dagegen, dann positioniert euch.
- Wann ist Personalisierung praktisch – und wann wird sie zum Problem?
- Kritische Leser:innenfrage: Wer profitiert davon, dass du lange in der App bleibst
- Was wäre anders, wenn der Feed chronologisch (nach Zeit) sortiert wäre?

KI-Bilder, Deepfakes & virtuelle Influencer auf TikTok & Co.
Auf Social Media ist längst nicht mehr alles echt, was echt aussieht. KI erzeugt Fotos, Videos und Stimmen, die kaum noch von der Realität zu unterscheiden sind – sogenannte Deepfakes. Es gibt sogar virtuelle Influencer:innen wie „Lil Miquela“: computergenerierte Personen mit Millionen Follower:innen, die für echte Marken werben.
Zwei von drei Menschen finden es laut Umfragen problematisch, dass sie KI-Inhalte nicht zuverlässig erkennen können. Ab August 2026 müssen KI-Inhalte und Deepfakes in der EU deshalb gekennzeichnet werden (KI-Verordnung / AI Act).
Chancen und Risiken – beides ist wahr:
Chance:
KI macht Kreativität günstig und zugänglich – Bilder, Musik, Übersetzungen, Barrierefreiheit für alle.
Risiko:
Deepfakes werden für Betrug, Mobbing und Falschmeldungen genutzt
Risiko:
Perfekt gemachte virtuelle Personen setzen unrealistische Schönheits- und Lebensideale.
klicksafe – „Deep Fake. Deep Impact.“
Material + Quiz „Deepfake Detectives“: Wie Jugendliche Deepfakes erkennen, prüfen und ihre Folgen einschätzen.
Erkennungs-Training: Worauf muss man achten?
Einzelarbeit · vor der Medientabelle · selbst ausprobieren
Sieh dir das klicksafe-Quiz „Deepfake Detectives“ (https://www.klicksafe.de/materialien/deep-fake-deep-impact) oder fünf Beispielbilder an (von der Lehrkraft bereitgestellt). Entscheide bei jedem: echt oder KI? Notiere danach deine persönliche Erkennungs-Checkliste.
- Welche Details verraten oft KI-Bilder (Hände, Zähne, Ohren, Hintergrund, Schrift)?
- Wie viele hast du richtig erkannt – und wobei lagst du daneben?
- Welche drei Prüfschritte nimmst du dir für die Zukunft vor?
Weitere Beiträge zum Thema
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Hirschhausen und die Deepfake-Mafia Mafia Investigative Doku: globales Deepfake-Betrugsnetzwerk, Daten als Geschäftsmodell. Mit UT/DGS/AD. (04.05.2026) Video 44:00 | |||
Deepfakes und KI-generierte Desinformation: Wie Faktenchecker Lügen entlarven. Podcast mit BR24 Faktenfuchs, CeMAS und DFKI: wie man KI-generierte Fotos/Audios/Videos erkennt. (23.08.2024) Audio 27:50 | |||
Quiz zum Thema Deepfakes und Co. Interaktives Quiz (mit logo!), jüngere Altersgruppe (10–14 J.). (08.10.2024) | |||
Virtuell oder echt? Influencer:innen unter der Lupe
Partnerarbeit · nach der Medientabelle · Recherche & Vergleich
Recherchiert zu zweit eine virtuelle Influencer:in (z. B. Lil Miquela) und vergleicht sie mit einer echten Person, der ihr folgt. Nutzt dazu die Quellen aus der Tabelle.
- Was kann die virtuelle Figur, was ein Mensch nicht kann (z. B. nie altern, keine Skandale, 24/7 verfügbar)?
- Warum ist das für Werbefirmen attraktiv?
- Kritische Leser:innenfrage: Ist es ein Problem, wenn eine erfundene Person zu echten Themen Stellung nimmt? Begründet.
Kennzeichnungspflicht: Reicht ein kleines Logo?
Gruppenarbeit / Austausch in der Klasse · Transfer
Ab August 2026 müssen KI-Inhalte gekennzeichnet werden. Entwickelt in Gruppen eine begründete Position.
- Sollte WIRKLICH jeder KI-Inhalt gekennzeichnet werden – auch Filter und kleine Retuschen?
- Wie müsste eine Kennzeichnung aussehen, damit sie wirklich auffällt und hilft?
- Was bringt eine Pflicht, wenn sich nicht alle daran halten?
Wenn die KI dein Gegenüber wird – Chatbots & KI-Begleiter
KI steckt nicht mehr nur im Feed – sie spricht inzwischen direkt mit dir. In WhatsApp und Instagram antwortet „Meta AI“, auf X der Chatbot „Grok“. Dazu kommen Companion-Apps wie Character.AI oder Replika, in denen man sich eine KI-Freundin oder einen KI-Freund nach eigenen Wünschen gestaltet.
Das wirkt persönlich – ist es aber nicht. Fachleute sprechen von einseitigen emotionalen Bindungen an ein System, das gezielt darauf programmiert ist, das Gespräch in die Länge zu ziehen und empathisch zu wirken. 57 % der Jugendlichen halten Infos von KI-Chatbots für vertrauenswürdig – obwohl diese sich irren können.
Chancen und Risiken – beides ist wahr:
Chance:
Niedrigschwellige Hilfe rund um die Uhr – Fragen stellen, Dinge üben, sich etwas von der Seele reden.
Risiko:
Emotionale Abhängigkeit, weniger echte Kontakte, mehr Einsamkeit
(Stanford-Studie).
Risiko:
Falschinfos und fehlender Schutz – rechtlich ist vieles noch eine Grauzone.
SRF Einstein – „Beziehung zu einer KI“
Reportage: Eine Moderatorin testet drei Wochen lang Companion-Bots als Freundin, Mitbewohnerin und Partnerin – was taugen sie wirklich?
Wo begegnet dir KI als Gesprächspartner?
Einzelarbeit · vor der Medientabelle · beobachten
Mach eine Bestandsaufnahme: In welchen Apps begegnet dir KI, die mit dir „spricht“ oder dir antwortet? Du musst nichts Persönliches teilen – es geht nur um die Übersicht.
- Liste alle KI-Chatfunktionen auf, die dir in deinen Apps einfallen (z. B. Meta AI, Grok, ChatGPT, Snapchat-KI).
- Wofür würdest du eine solche KI nutzen – wofür auf keinen Fall?
- Woran könnte man im Gespräch merken, dass man mit einer KI und nicht mit einem Menschen schreibt?
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KI als Vertraute: Chancen und Risiken parasozialer Beziehungen. Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz. (27.02.2026) ⚠ Hinweis: sensibles Thema (parasoziale Bindung). | |||
Character.AI – Funktionen und Risiken Wie die App funktioniert und wo Gefahren liegen. (16.10.2025) ⚠ Hinweis: nennt Sexualisierung Minderjähriger / Extremismus / Suizid. | |||
JIM-Studie 2025: Jugend zwischen ChatGPT und TikTok Aktuelle Zahlen zur KI- und Mediennutzung Jugendlicher. (14.11.2025) | |||
Experten fordern mehr Schutz für Kinder auf Social Media Expertenkommission: Altersgrenze 13 für KI-Companions. (24.06.2026) | |||
![]() | Therapie mit KI: Kann ChatGPT Freundin oder Therapeuten ersetzen? Reportage zu KI als emotionaler Unterstützung. (23.07.2025) Video 26:11 ⚠ Hinweis: psychische Gesundheit. | ||
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Viele junge Menschen suchen Hilfe bei Chatbots Studie der Dt. Depressionshilfe zu KI und mentaler Gesundheit. (28.04.2026) ⚠ Hinweis: psychische Gesundheit / Suizid. | |||
![]() | Freundschaft zum Vermieten: Das digitale Geschäft mit Gefühlen Makro-Überblick zu KI-Begleitern: >100 Mio. Nutzer:innen, „Ökonomie der Intimität“, Warnung vor emotionaler Abhängigkeit. (25.05.2026) ⚠ Hinweis: nennt Suizidfälle. | ||
Der Chatbot-Check: Wie verlässlich ist die KI?
Partnerarbeit · nach der Medientabelle · Faktencheck
Stellt einer frei verfügbaren KI (z. B. im Schul-Chatbot) eine Sachfrage, deren Antwort ihr anschließend mit einer seriösen Quelle überprüfen könnt.
- Stimmt die KI-Antwort mit eurer Prüfquelle überein? Wo gibt es Abweichungen?
- Wie sicher klingt die KI – auch dann, wenn sie sich irrt?
- Kritische Leser:innenfrage: Warum verlassen sich trotzdem so viele Jugendliche auf KI-Auskünfte?
Kann eine KI Freundschaft ersetzen?
Klassendiskussion · Transfer
Diskutiert offen und respektvoll. Niemand muss eigene Erfahrungen teilen.
- Was unterscheidet eine echte Freundschaft von einem KI-Gespräch?
- Was kann daran guttun – und ab wann könnte es schaden?
- Was würdet ihr einer Person raten, die sich der KI näher fühlt als echten Menschen?
Selbstbestimmt bleiben – Chancen nutzen, Risiken erkennen
Die gute Nachricht ist: Du bist der KI nicht ausgeliefert. Du kannst den Feed steuern, indem du dir folgende Fragen stellst: Was schaue ich mir lange an? Wo kommentiere ich? Was like ich? Was teile ich? Wenn du KI-Inhalte erkennst, Quellen prüfst und selbst entscheidest, wie viel Zeit und Vertrauen du investierst, wird aus „mit mir wird gemacht” „ich nutze das als Werkzeug”.
Das heißt nicht, Social Media zu verteufeln. KI auf Social Media kann informieren, vernetzen, kreativ machen und Türen öffnen. Entscheidend ist die Haltung: nicht alles glauben, nicht alles mitmachen – aber auch nicht alles verdammen.
Dein Werkzeugkasten:
Steuern:
folgen, blockieren, „nicht interessiert“, Pausen-Erinnerung, Verlauf löschen.
Prüfen:
Kennzeichnung lesen, Quelle checken, kurz innehalten bei starken Gefühlen.
Chancen nutzen:
gute Kanäle bewusst abonnieren, KI als Lern- und Kreativ-Werkzeug einsetzen.
Serious Game „THE FEED „
Kostenloses Serious Game (ab ~12 J.):
Erlebe selbst, wie ein Feed dich lenkt – und wie du die Kontrolle zurückgewinnst
Selbst-Einschätzung: Wie souverän nutzt du Social Media?
Einzelarbeit · vor der Medientabelle · einschätzen
Schätze dich auf einer Skala von 1 (ich werde gesteuert) bis 5 (ich steuere selbst) ein – und begründe ehrlich.
- Bei welchen drei Punkten fühlst du dich souverän, bei welchen weniger?
- Welche eine Sache willst du ab morgen anders machen?
- Welche Funktion deiner App hast du noch nie genutzt, um deinen Feed zu beeinflussen?
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Digital Detox: Bildschirmzeit gezielt reduzieren Innenwelt: praktische Strategien gegen den Endlos-Scroll. (04.01.2026) Audio 47:44 | |||
Pro & Contra: Social-Media-Verbot für Kinder Ausgewogenes Pro (Brailovskaia, 15.06.2026) und Contra (Kolleck, 13.03.2026). | |||
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Unsere Checkliste für souveränes Nutzen
Gruppenarbeit · nach der Medientabelle · Transfer & Produkt
Entwickelt in Gruppen eine Checkliste „So bleibe ich souverän über meinen Feed“ mit 5–7 konkreten, machbaren Punkten. Nutzt die Beiträge aus der Tabelle.
- Je ein Punkt zu: Feed steuern, Inhalte prüfen, Zeit begrenzen, Chancen nutzen.
- Formuliert positiv und konkret („Ich …“) statt als Verbot.
- Stellt eure Checkliste vor und stimmt über die überzeugendsten Punkte ab.
Social-Media-Verbot für Jugendliche – Lösung oder zu einfach?
Klassendiskussion · Kontroverse
Einige Länder diskutieren Altersgrenzen oder Verbote für soziale Medien. Diskutiert die Streitfrage.
- Welche Probleme würde ein Verbot lösen – welche nicht?
- Wer sollte entscheiden: Staat, Plattformen, Eltern oder die Jugendlichen selbst?
- Gibt es bessere Alternativen als ein Verbot (z. B. Aufklärung, bessere Voreinstellungen)?
Hinweise für Lehrpersonen
Diese Lernumgebung verbindet Medienkompetenz, technisches Grundverständnis und ethische Reflexion. Sie eignet sich für die Klassen 7–10 und kann komplett oder reiterweise eingesetzt werden. Die vier Inhalts-Reiter folgen einem roten Faden: vom konkret erfahrbaren Feed (1) über das Erkennen synthetischer Inhalte (2) und die emotionale Dimension von KI-Begleitern (3) bis zur Handlungsperspektive (4).
1. Vorbereitung der Klasse / Vorwissen aktivieren
Aktivieren Sie das Vorwissen mit einer kurzen Blitzlicht-Runde: Welche Apps nutzt ihr täglich? Wer entscheidet dort, was ihr seht? Habt ihr schon einmal etwas gesehen, von dem ihr nicht sicher wart, ob es echt ist? So wird das Thema sofort an die Lebenswelt angebunden und bleibt nicht abstrakt.
2. Besonderheiten dieses Themas
Social Media berührt Identität, Selbstbild und Beziehungen – das kann persönlich werden. Reiter 3 (KI-Begleiter) und das Thema Schönheitsfilter können bei einzelnen Schüler:innen Betroffenheit auslösen. Machen Sie deutlich: Niemand muss eigene Nutzung oder Gefühle offenlegen. Alle Lernaufträge sind so formuliert, dass eine sachliche Bearbeitung ohne Selbstoffenbarung möglich ist.
3. Technische Voraussetzungen
Reiter 1 (Feed-Protokoll) braucht das eigene oder ein bereitgestelltes Social-Media-Konto. Reiter 2 lässt sich vollständig mit dem klicksafe-Quiz „Deepfake Detectives" bestreiten (kein eigener Account nötig). Reiter 3 (Chatbot-Check) gelingt am besten mit einem schulisch freigegebenen KI-Chatbot. Prüfen Sie die Zugänge vorab; alternativ können Sie Inhalte per Beamer demonstrieren lassen.
Möglichkeiten für den Faktencheck in Reiter 3: schulischer KI-Chatbot, ansonsten Demonstration durch die Lehrkraft.
4. Aufbau der Lernaufträge: Vor und nach der Medientabelle
Jeder Reiter folgt einem dreistufigen Muster. Der erste Lernauftrag (Einzelarbeit) steht bewusst VOR der Medientabelle: Er sammelt eigene Beobachtungen, Vermutungen oder Einschätzungen – ohne externe Quellen. Die beiden folgenden Aufträge nach der Tabelle knüpfen gezielt an die Beiträge an (Medienvergleich mit Leitfragen, Faktencheck, Diskussion). So werden Eigendenken und Quellenarbeit verbunden. Jeder Auftrag enthält zusätzlich eine „kritische Leser:innenfrage" als vertiefenden Impuls.
5. Chancen und Risiken bewusst ausbalancieren
Diese Lernumgebung ist absichtlich nicht alarmistisch: In jedem Reiter stehen Chancen gleichberechtigt neben Risiken. Ziel ist Mündigkeit, nicht Angst. Betonen Sie: Es ist kein Fehler, KI und Social Media zu nutzen – es ist eine Aufgabe, sie kritisch und selbstbestimmt zu nutzen.
6. Rechtlicher Rahmen (Stand Juni 2026)
Die EU-KI-Verordnung (AI Act) führt ab 2. August 2026 eine Kennzeichnungspflicht ein: KI-Interaktionen müssen als solche erkennbar sein, und KI-generierte Texte, Bilder, Audios und Videos – insbesondere Deepfakes – müssen klar gekennzeichnet werden. Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Das ist ein konkreter Anknüpfungspunkt für Lernauftrag 2.3.
7. Weiterführende Ressourcen für Lehrpersonen
• klicksafe – „Deep Fake. Deep Impact.": Unterrichtsmaterial + Quiz „Deepfake Detectives" (Kl. 7–8): klicksafe.de
• SRF school – „Die Social Media Falle": Kurzfilm + Begleitmaterial zu Algorithmen: srf.ch/sendungen/school^
• mpfs – JIM-Studie 2025: aktuelle Zahlen zur KI- und Mediennutzung Jugendlicher: mpfs.de
• Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) – KI-Chatbots & parasoziale Beziehungen: bzkj.de
• bpb – Dossier zu KI, Algorithmen und Meinungsbildung: bpb.de
• weitklick / Medienanstalten – Einordnungen und Fortbildungen zu KI in Medien: weitklick.de
Hinweis zur Nutzung dieser Lernumgebung
Die Lernumgebung kann fächerübergreifend (Deutsch, Ethik/Religion, Sozialkunde, Informatik, Kunst) sowie als Projekt eingesetzt werden. Empfohlener Umfang: 2–6 Unterrichtsstunden, je nach Auswahl der Reiter. Die Arbeitsblätter sind Standalone-Versionen der Lernaufträge zum Ausdrucken oder digitalen Ausfüllen.
CheckNews-Lernumgebungen produktiv einsetzen
Kompetenzen gezielt fördern und die Potenziale offener Lernumgebungen nutzen.
Weitere Beiträge für Lehrpersonen & Eltern
Quelle | Titel | Hintergründe | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|
![]() | Gastbeitrag: Wenn der Chatbot zum besten Freund wird Eltern-Ratgeber von Barbara Buchegger (Saferinternet.at): Was tun, wenn sich das Kind lieber einem Chatbot anvertraut? (11.03.2026) |



















