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Kooperatives Lernen

Eine Antwort auf die vielen Herausforderungen des Unterrichts oder die Kunst, viele Fliegen auf einen Streich zu schlagen

Sie wollen alle Schülerinnen und Schüler in Ihrem Unterricht aktivieren, produktiv zusammenarbeiten lassen und gleichzeitig das soziale Miteinander fördern? Sie möchten, dass die Lernenden gute fachliche Leistungen erbringen und gleichzeitig ihre sozialen und methodischen Kompetenzen fördern? Dann nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen das Kooperative Lernen und die damit verbundenen Lernformen bieten. Kooperative Lernformen sind Methoden, die der Lehrperson in einfacher, aber sehr effektiver Form helfen, die Mitarbeit der Lernenden intensiv zu fördern.
 


Das Kooperative Lernen ermöglicht es,
  • Lehrerinnen und Lehrern, mit der Heterogenität in ihren Klassen produktiv umzugehen und Verschiedenheit als Chance wahrzunehmen.
  • Lernprozesse zu individualisieren und gleichzeitig eine soziale Gemeinschaft zu schaffen, in der Kinder und Jugendliche voneinander und miteinander lernen.
  • Schülerinnen und Schüler zu aktivieren und die Verantwortung für das Lernen an die Kinder und Jugendlichen zu geben.
  • das Methodenrepertoire des einzelnen Lehrers, der einzelnen Lehrerin zur Förderung der fachlichen und überfachlichen Kompetenzen auf Seiten der Schüler/innen zu vertiefen und zu erweitern.
     

Wie kann das Kooperative Lernen in Schulen eingeführt werden?

Aktuelle Weiterbildungsangebote


Wie wirksam ist Kooperatives Lernen?

Die Praxis vieler Lehrerinnen und Lehrer wie auch zahlreiche Forschungsarbeiten belegen eindrücklich:

  • Kooperatives Lernen fördert die Entwicklung von Lernkompetenz und Selbstständigkeit.
  • Schüler/innen üben systematisch Methoden, die sie dabei unterstützen, Informationen besser zu verstehen, zu strukturieren und zu verarbeiten (z.B. Texte markieren und gliedern).
  • Sie nutzen Methoden, um den eigenen Lernprozess zu verstehen und zu verbessern (z.B. Lerntagebuch, Lern- und Arbeitstechniken).
  • Sie werden in strukturierten Aufgabenstellungen dahin geführt, Aufgaben methodisch anzugehen und zu bewältigen.
  • Sie werden in systematischen Schülertrainings darin gefördert, in heterogenen Gruppen effizient zu arbeiten, Unterschiede zu verstehen und sie konstruktiv in der Zusammenarbeit zu nutzen.
  • Sie erfahren sich als selbstwirksam bei der Lösung von Aufgaben, gewinnen dabei mehr Selbstvertrauen und lernen erfolgreich mit Ängsten und Stress umzugehen.
  • Kooperatives Lernen führt zu positiven Lernergebnissen und zu erweiterten und vertieften Sach-, Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenzen.
  • In wissenschaftlichen Studien konnten ein Zuwachs an Kompetenzen in folgenden Bereichen festgestellt werden: Schreib- und Leseerfolge bei Schülerinnen und Schülern, Hilfsbereitschaft und Mathematikleistungen, kritisches Denken, Fähigkeit zu mündlicher Kommunikation, Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen.
     

Was kann das Kooperative Lernen den Lehrpersonen bringen?

Das Kooperative Lehren ist auch deswegen eine effektive Strategie, weil es praxiserprobte Antworten liefert, wie Lehrpersonen entlastet werden können:

  • In wissenschaftlichen Studien konnten ein Zuwachs an Kompetenzen in folgenden Bereichen festgestellt werden: Schreib- und Leseerfolge bei Schülerinnen und Schülern, Hilfsbereitschaft und Mathematikleistungen, kritisches Denken, Fähigkeit zu mündlicher Kommunikation, Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen.
  • Eine schrittweise Einführung kooperativer Lernformen führt zu mehr Lernerfolgen für alle Schüler/innen. Sie fördert positive zwischenmenschliche Beziehungen und trägt wesentlich zu einem guten Lernklima in der Klasse bei.
  • Gelingende Lernprozesse fördern das Selbstwertgefühl der Lernenden, ihre Selbstdisziplin und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das psychische Wohlbefinden wird gestärkt und damit letztlich auch die Gesundheitsqualität der Schule als gemeinsamer Lern- und Arbeitsort.
  • Wenn Schüler/innen mit der Zeit selbstständiger lernen und arbeiten, entlastet dies die Lehrperson vom Dauerstress des ständigen 'Gebenmüssens'.
  • Kooperatives Lernen leitet zu einem erfolgreichen selbstständigen Arbeiten an. Schüler/innen gewinnen zunehmend mehr Souveränität darin, ihr eigenes Lernen zu steuern. Je mehr methodische, fachliche, soziale und Selbstkompetenzen sie durch ein systematisches Üben erwerben, desto weniger direkte Unterweisung, Unterstützung oder Beaufsichtigung durch die Lehrpersonen brauchen sie.
  • Kooperatives Lernen fördert eine positivere Haltung der Schüler/innen gegenüber ihren Lehrpersonen, Schulleitenden und anderem Schulpersonal und schafft eine positivere Haltung der Lehrkräfte gegenüber ihren Schüler/innen.
  • Kooperatives Lernen schafft eine Atmosphäre der Kooperation und schulweiten Hilfe. Schüler/innen entwickeln Verantwortung füreinander. Kooperatives Lernen hat positive Effekte auf das Schulklima und die Integrationskraft der Schule.
  • Kooperatives Lernen fördert positive Beziehungen zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher kultureller und schichtspezifischer Herkunft.
  • Kooperatives Lehren und Lernen ermöglicht es den Lehrpersonen, viele Schüler/innen gleichzeitig zu aktivieren. Während der Gruppenarbeitsphasen können die Lernenden in ihrem Lern- und Sozialverhalten beobachten und bei Bedarf betreuen.
  • Je mehr Schüler/innen im Kooperativen Lernen und eigenverantwortlichen Arbeiten geschult sind, desto mehr übernehmen sie Rollen als Helfer und Miterzieher/innen, die für ein gelassenes Tun und eine ruhige und disziplinierte Arbeitsatmosphäre sorgen.

Methodenkoffer Kooperatives Lernen mit Zeitungen

Der Methodenkoffer «Kooperatives Lernen mit Zeitungen» enthält eine Fülle von kooperativen Möglichkeiten, um einen effektiven, lebendigen und motivierenden Unterricht zu gestalten.


Literaturtipps

Erfolgreich unterrichten durch Kooperatives Lernen

von Ludger Brüning/ Tobias Saum


Kooperatives Lernen - Kooperative Schule
David W. Johnson, Roger T. Johnson, Edythe Johnson Holubec (Mülheim an der Ruhr 2005).