Anmelden

Erfahrungen mit IQES online: Stimmen aus der Praxis

Wie wird IQES online von Schulleitungen und Lehrpersonen eingeschätzt? Wie wird die Plattform genutzt? Zeitschriftenartikel und Rückmeldungen von Schulleitenden, QM-Beauftragten und Lehrpersonen.
 

 

Silke Moser, Lehrerin/ Mitglied der Steuergruppe, Wilhelm-Hausenstein-Schule Hornberg, Baden-Württemberg

Ihre Materialien bereichern meinen Unterricht täglich.

Nachdem Herr Zink vom Staatlichen Schulamt Offenburg mich auf IQES online hingewiesen hat, war IQES der Anstoss für mich, meinen Unterricht zu verändern und Neues auszuprobieren. Gerne liess ich mich auf dieses «Abenteuer» ein, da die gängigen Methoden für mich leider viel zu oft nur an der Oberfläche «kratzten».

Und spätestens als ich sah, dass meine Schülerinnen und Schüler auch über zwei Schulstunden in Mathematik höchst konzentriert und intensiv in den Lernprozess eintauchten, war ich überzeugt. Endlich konnte ich mathematische und oft auch tiefgründige Diskussionen bei meinen Schülern beobachten.

Heute steht mein zusammengestellter IQES-Ordner für alle Fächer immer griffbereit in meinem Klassenzimmer und ist ein fester Bestandteil in meinem Unterricht geworden. Die investierte Zeit auf Ihrer IQES-Seite (ich setze mir inzwischen ein Zeitlimit) hat sich gelohnt. Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit!


 

Michel Weber, Schulleiter Schulzentrum Längenstein Spiez, Bern*

Online-Befragungen leicht gemacht

IQES online habe ich zuerst als kantonales Projekt und anschliessend im Rahmen meiner Weiterbildung am Institut für Weiterbildung der Pädagogischen Hochschule Bern kennen gelernt. Ich habe mit IQES online bereits eine umfangreiche Elternumfrage und ein Schulleitungsfeedback durchgeführt. Diese positive Erfahrung mit dem Instrument war mit ein Grund, dass ich mich bei meiner Befragung von 200 Schulleiter/innen (zu Berufswahlmotiven, Rollenidentität und Gelingensfaktoren) für dieses Instrument entschieden habe, denn es passte in meine Arbeitskultur am Längenstein. Ich habe berücksichtigt, welche Erfahrungen mit der Methode bereits vorhanden waren. Für mich persönlich war dies wesentlich für den Erfolg der Umfrage. Die rund 200 antwortenden Schulleitungen sollten in mir auch einen kompetenten Fragenden erleben.

Ich orientierte mich bei der Methodenauswahl ebenfalls an den verfügbaren Ressourcen und am Arbeitsaufwand. Als Schulleitung mit einem Pensum von 100% wollte ich eine effiziente Methode wählen. Mein Anspruch an die Methode war, eine solide Datenbasis zu erhalten, welche mir eine verlässliche Grundlage bieten konnte. Ich wollte nicht viel Zeit in die Sammlung von Daten investieren. Ich wollte sicher sein, dass die Methode betreffend Nützlichkeit, Durchführbarkeit und Fairness gegenüber den Befragten genügen werde. Als persönliches Fazit kann ich festhalten:

Vorteile

  • Ich konnte mir meinen Fragebogen im System individuell zusammenstellen und den Bedürfnissen auf diese Art gerechter werden.
  • Der Fragebogen konnte von Aussenstehenden auf Verständlichkeit und Klarheit getestet werden.
  • Die Methode bot die Möglichkeit, die Umfrage via Mail durch das System versenden zu lassen. Dadurch war es auch für die Teilnehmenden ersichtlich, dass ich als Schulleitung während der Befragung keinen Einfluss mehr hatte und die Anonymität gewährleistet war. Die Befragung war also klar anonym. Sie ermöglichte es den Befragten, auch kritisch und frei Auskunft zu geben.
  • Die Methode bot mir die Möglichkeit, die Umfrage online durchzuführen: Für Befragte eine optimale Art der Beantwortung von Fragebogen. Die Teilnehmenden können bequem von zuhause aus den Fragebogen ausfüllen, ihn stehen lassen und dann weiterfahren, wenn sie es wollen.
  • Die ausgewählte Methode hat mir verlässliche Informationen geliefert.
  • Das Verfahren war für mich trotz zeitlichem Aufwand machbar.
  • Die Methode lieferte mir relativ schnell anschauliche Ergebnisse.
  • Die Ergebnisse liessen Rückschlüsse auf die quantitative Verteilung von Antworten zu.
  • Es gibt die Möglichkeit, Erinnerungsmails durch das System versenden zu lassen. Von dieser Möglichkeit habe ich Gebrauch gemacht.
  • Das Verfahren war praxisverträglich und praktikabel.
  • Die Methode konnte von mir problemlos durchgeführt und ausgewertet werden. Hervorzuheben ist dabei sicher die Möglichkeit, den Zeitpunkt des Abschlusses der Umfrage selbst zu bestimmen.
  • Die grafischen, resp. statistischen Darstellungen im Ergebnisbericht sind leicht zu lesen und zu verstehen.

Nachteile

  • Ein Nachfragen war nicht möglich. Ich habe zwar aus zeitlichen Gründen bewusst darauf verzichtet, es hat mich jedoch sehr neugierig gemacht.
  • Die Anonymität setzt klare Grenzen bei der Analyse und lässt somit Fragen offen.
  • Die Auswertung der offenen Frage war sehr zeitintensiv. Diese grosse Menge an Antworten nahm meine Ressourcen stark in Anspruch.

Fazit

  • IQES ist eine ideale Plattform für Evaluationen. Ich kann mit einem vernünftigen zeitlichen Aufwand (Input) einen enorm grossen Nutzen (Output) erreichen.
  • Ich habe mit IQES einen eigenen Fragebogen kreiert. Der »eigene Fragebogen« wird in der Befragungsphase zur »laufenden Evaluation«. Nach Abschluss der Befragung gilt sie als »abgeschlossene Befragung« und ist für mich dann jederzeit abrufbar im Evaluationscenter.

*zitiert aus Masterarbeit «Führungsverständnis der Schulleitung» (2012) (mit freundlicher Erlaubnis des Autors)


 

Bernhard Mändli, Claude Zeller, Co-Schulleitung, Sekundarschule Langnau, Bern*

Ein gut durchdachtes, funktionierendes Gesamtkonzept

Die Sekundarschule Langnau gehört seit 2009 zur «IQES online-Gemeinde». Die erste Anwendung von IQES galt dem Feedback der Lehrpersonen an die Schulleitung. So konnten die Lehrpersonen einen Einblick ins System und in den Ablauf einer Befragung gewinnen. Als Nächstes folgte die Elternumfrage, weil dies die Chance bietet, zu erfahren, wie die Eltern zur Schule stehen und welche Wünsche und Anregungen sie haben. Nicht nur das. Mit der Elternumfrage bleibt die Schule am Puls, kann eine Standortbestimmung machen, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und erhält eine Aussensicht. Mit IQES kann auch die Innensicht vertieft werden. Seit die Schule am Schulentwicklungsprojekt IPS3 von 2002 bis 2006 teilgenommen habe, hätten gegenseitige Unterrichtsbesuche unter den Lehrpersonen Tradition. Mit „IQES“ stünden der Schule neu Hilfsmittel zur Verfügung, welche diese Besuche weiter professionalisierten, erklärt Co-Schulleiter Claude Zeller.

Aufwand und Ertrag

«Schulentwicklung ist Arbeit und IQES gibt Mehrarbeit, aber matchentscheidend ist der Ertrag», ist Zeller überzeugt. Schulentwicklung fördere die Zusammenarbeit im Kollegium und gebe Kraft. Anerkennung und Lob von Fachkollegen wirkten sich positiv aus. Der Mehraufwand mit IQES betrifft gemäss Zeller vor allem die Schulleitung und die dreiköpfige Steuerungsgruppe. Bei den Lehrpersonen lasse sich der Zusatzaufwand in Grenzen halten, wenn IQES zielgerichtet und schonend eingesetzt werde. Für die Schulleitung lohne sich der Aufwand jedoch eindeutig, da mit IQES ein gut durchdachtes, funktionierendes Gesamtkonzept zur Verfügung stehe, das praxisgerecht und umsetzbar sei und nicht in Zusatzarbeit adaptiert werden müsse. Es sei das erste Mal, dass Internetevaluation möglich sei. Zeller weiss zu schätzen, dass die Auswertung nur einen «Mausklick Aufwand» bedeute, dies sei eine wesentliche Entlastung.

Was wird geprüft?

Mit IQES lässt sich alles Mögliche evaluieren. Was für eine Schule Qualität ist und in welchen Bereichen sie diese prüfen will, bestimmt die Schule selber. Besteht die Gefahr, dass die Schule nur die Bereiche prüft, in denen sie sowieso gut ist? Zeller definiert Qualität folgendermassen: «Hauptziel der Schule ist, dass Jugendliche Stoff, soziale Kompetenz und Lerntechniken mitbekommen, die ihnen später nützen.» Nach diesem Ziel müsse sich die Qualitätsüberprüfung richten. Der IQES-Elternfragebogen sei auf Breite ausgerichtet, wenn man diesen übernehme, so sei gewährleistet, dass man auch auf blinde Flecken stossen könne. Besonders wichtig ist für Zeller eine offene Frage am Schluss, diese sei ein Ventil, mit dem sich die Eltern zu irgendetwas äussern könnten. Im Gegensatz zum anonymen Fragebogen müssen die Eltern zur Antwort der offenen Frage ihren Namen setzen, so könne auch auf individuelle Anliegen eingegangen werden.

Elternbefragung Langnau

Von den 168 Eltern, die ein oder mehrere Kinder in der Sekundarschule Langnau haben, waren auf Anfrage der Schulleitung hin 131 bereit, an der Elternbefragung teilzunehmen. 126 davon wollten den Fragebogen übers Internet, 5 auf einem Papierausdruck ausfüllen. Die Eltern wurden zu «Schule als Lebens- und Erfahrungsraum», «Einschätzung des Unterrichts», «Bildungs- und Lernprozesse», «Schulkultur und Schulklima», «Eltern als Partner» und Themen, die aus der Elternumfrage 2006 erneut aufgenommen worden, befragt. Die Rücklaufquote betrug 80,9 Prozent. Die Antworten lagen durchwegs im positiven Bereich. Laut den beiden Co-Schulleitern Claude Zeller und Bernhard Mändli bestehe in keinem Punkt ein dringender Handlungsbedarf, trotzdem nehme die Schule weniger gute Ergebnisse als Anstoss, um sich weiter zu verbessern. Zeller hat in einer Lehrerkonferenz über die Ergebnisse informiert. Ausstehend seien ein ausführlicher Ergebnisbericht und ein Elternbrief.

*zitiert aus Claudia Baumberger, «Elternbefragungen leicht gemacht», Artikel erschienen in «berner schule», Zeitschrift des Berner Lehrerinnen- und Lehrerverbands, Januar 2010 (Nachdruck mit freundlicher Erlaubnis)


 

Gabi Hafner, Schulleiterin Schulkreis Bern-Bümpliz, Bern*

Evaluationen zur Schulleitung und zur Klassenführung als erste Schritte

Im Schuljahr 08/09 konnten sich die Lehrpersonen mit IQES online im Rahmen einer Evaluation zur Schulleitung vertraut machen. Die Ergebnisse waren für die Schulleitung sehr wertvoll, und wir konnten Folgerungen und Massnahmen ableiten. Im Schulkreis Bümpliz, Standort Bümpliz/Höhe, haben wir einen obligatorischen Einführungskurs zu «IQES» mit allen Lehrpersonen durchgeführt. Dabei ging es um das Kennenlernen der Evaluationsmöglichkeiten und der verschiedenen Instrumente der Bibliothek. Die Unterrichtsbesuche der Schulleitung, Mitarbeitergespräche und die kollegialen Unterrichtsbesuche stehen dieses Jahr unter dem Thema «Klassenführung» und basieren auf den von IQES zur Verfügung gestellten Unterlagen. Im November/Dezember 2009 haben die Klassenlehrpersonen eine Evaluation zum Thema Klassenführung bei ihren Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Mit Mass und zielgerichtet eingesetzt, bringen die Evaluations- und Feedbackinstrumente von IQES eine enorme Erleichterung zum Eruieren von Fakten und Daten, welche der Qualitätssicherung und -steigerung der Schule dienen. Mit relativ geringem Aufwand erhalten wir schnell einen Überblick darüber, wo der «Schuh drückt», in welchen Bereichen Nachholbedarf ist und wo alles «rund läuft».

*zitiert aus Claudia Baumberger, «Elternbefragungen leicht gemacht», Artikel erschienen in «berner schule», Zeitschrift des Berner Lehrerinnen- und Lehrerverbands, Januar 2010 (Nachdruck mit freundlicher Erlaubnis)


 

Michel Weber, Schulleiter Schulzentrum Längenstein Spiez, Bern*

Grundlagen für die Schulentwicklung

Wir haben an unserer Schule im Frühling 2009 eine Elternumfrage durchgeführt. Nun sind wir daran, die Ergebnisse zu reflektieren, Erkenntnisse zu formulieren, Konsequenzen zu ziehen, Prioritäten zu setzen, Massnahmen festzulegen sowie einen Bericht zu erstatten. IQES liefert mir als Schulleiter Grundlagen für Schulentwicklung und hilft mir, Schwerpunkte zu setzen. Sämtliche Anspruchsgruppen der Schule (Schüler, Eltern, Schulkommission etc.) können befragt werden und ich erhalte eine andere Sicht der Schule. Die Befragung zeigt mir auf, in welchen Bereichen unsere Schule Veränderungspotenzial hat und wo die Stärken und Schwächen der Schule liegen. IQES unterstützt mich bei der Erfüllung meines Berufsauftrages und liefert mir Steuerungswissen für Führungsentscheide. Ein derartiges Hilfsmittel zum zielorientierten, systematischen Sammeln und Analysieren von Daten und Informationen hat bisher gefehlt. Als Nächstes planen wir eine Online-Schülerumfrage.

*zitiert aus Claudia Baumberger, «Elternbefragungen leicht gemacht», Artikel erschienen in «berner schule», Zeitschrift des Berner Lehrerinnen- und Lehrerverbands, Januar 2010 (Nachdruck mit freundlicher Erlaubnis)


Ihr Feedback

Wir sind interessiert an Ihren Rückmeldungen, an Kritik, Bestärkung und Verbesserungs-vorschlägen. Bitte mailen Sie uns: Kontakt