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Schulinterne Evaluation in den Dienst des Lernens stellen

Wie können interne Evaluationen in den Dienst der Schul- und Unterichtsentwicklung gestellt werden? Wie können sie hilfreich sein für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler? Die Erfahrungsberichte zeigen, wie Evaluation zu mehr Sicherheit im unterrichtlichen Handeln führen und wertvolle Hinweise für die eigene Praxis geben kann.

Lehrerinnen und Lehrer, die sich in den 90er Jahren für Unterrichts- und Schulentwicklung interessiert haben, zeigten gleichzeitig Interesse daran, mehr über die Wirkung der eigenen Arbeit zu erfahren. Dieses Interesse an interner Evaluation wurde im Laufe der Jahre Bestandteil externer Evaluation und so zu einer von aussen auferlegten Pflicht. Angesicht eines zurückgehenden Interesses an verpflichtender interner Evaluation und einer Krise externer Evaluation wird in den Beiträgen dieses Themenschwerpunktes danach gefragt, wie Lehrkräfte interne Evaluation wieder zur eigenen Sache machen können. Allen Beiträgen gemeinsam ist die Erfahrung, dass schulinterne Evaluation kein Selbstgänger ist, sondern eng an bedeutsame  Fragen anknüpfen und mit der Schul- und Unterrichtsentwicklung verbunden werden sollte.
 


Holt euch die Evaluation zurück! Warum Lehrkräfte schulinterne Evaluation wieder zu ihrer Sache machen sollten

Seit den 90er Jahren gehört schulinterne Evaluation zum Kern von Unterrichts- und Schulentwicklung. Lehrkräfte und Schulen haben große Hoffnungen in sie gesetzt, Bildungspolitik und Schulaufsicht haben sie »adoptiert«. Nach einem Vierteljahrhundert kehren Skepsis und zum Teil auch Ernüchterung ein: Macht schulinterne Evaluation (noch) Sinn? Bringt sie wirklich etwas? Und wenn ja: Wie – und für wen?

  Gerhard Eikenbusch:
Warum Lehrkräfte schulinterne Evaluation wieder zu ihrer Sache machen sollten
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 5/17)

Sieben auf einen Streich. Evaluation in den Dienst des Lernens und der Unterrichtsentwicklung stellen

Evaluationen in der Schule sind häufig noch Einzelaktivitäten oder verordnete Maßnahmen, die zu wenig Niederschlag im Unterricht der einzelnen Klasse finden. Wie kann man Evaluationsaktivitäten zusammenführen und aufeinander abstimmen? Ein Schulberater zeigt ermutigende Ansätze, wie Feedback und Selbstevaluation für Lernen und Zusammenarbeit in Unterrichtsteams fruchtbar gemacht werden können.

Beispiele und Instrumente: Hausaufgabenpraxis, Lernen sichtbar machen, Aufbau einer schulischen Feedback- und Evaluationskultur

  Gerold Brägger:
Evaluation in den Dienst des Lernens und der Unterrichtsentwicklung stellen
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 5/17)

Sicherheit gewinnen und (sich) verändern. Evaluation als Erfahrungsschatz für Professionalisierung nutzen

Wer als Lehrerin oder Lehrer über Jahre in Klassen evaluiert, Pädagogische Konferenzen auswertet und Schülerrückmeldungen sammelt, der gewinnt einen echten »Erfahrungsschatz« – der regelmäßig ans Licht geholt werden muss: Denn Lehrkräfte können aus den unterschiedlichen (auch zu anderen Zwecken erstellten) Evaluationen eine Menge über sich und ihren Unterricht lernen, die eigene Entwicklung in den Blick nehmen.

Beispiele, Methoden und Instrumente: Schülerselbstbeurteilung, Zielscheibe, Satzanfänge für Rückmeldungen

  Anja Schalk-Trietchen:
Evaluation als Erfahrungsschatz für Professionalisierung nutzen
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 5/17)

Im Blick behalten, wie sich Veränderungen bewähren. Systematische und kontinuierliche Evaluation von Innovationen in der Schule

Schulen sind häufig gefordert, ihre Arbeit grundlegend zu verändern. Dabei nutzen sie Evaluationen meist zur Zielfindung und Planung. Genauso wichtig ist es, den Prozess der Veränderung kontinuierlich zu evaluieren und eventuell »die Veränderung zu verändern«. Ein Beispiel einer Schweizer Oberstufenschule zeigt, wie Innovationen kontinuierlich durch Evaluationen begleitet und abgesichert werden können.

Beispiele: Lernbuch, Qualitätskonzept,pädagogisches Projekt

  Irène Schmid / Frido Koch:
Im Blick behalten, wie sich Veränderungen bewähren.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 5/17)

Evaluieren mit Takt. Wie man Selbstevaluation in Schulentwicklung integrieren kann

Evaluation wurde häufig von außen« initiiert, z. B. von Bildungspolitik oder Inspektion. Was sie für Lehrkräfte im Schulalltag bringen kann, gerät dabei schnell aus dem Blick. Wie kann Evaluation (wieder) zu einer Sache der Lehrkräfte werden? Wie kann sie aus dem Schulalltag erwachsen und dort eingebunden werden? Wie kann sie in die Schulentwicklung integriert werden?

  Wolfgang Beywl / Anna-Regula Joss:
Wie man Selbstevaluation in Schulentwicklung integrieren kann
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 5/17)


 


Evaluation – Ein starkes Instrument für die Entwicklung von Unterricht und Schule

Wenn wir nicht wissen, was wir tun und keine Interesse daran haben, unser Tun zu überprüfen, ist keine Qualitätsverbesserung von Schule und Unterricht zu erwarten. Oder: Keine Innovation ohne Evaluation!

  • Grundlegendes Verständnis der Evaluation
  • Evaluationsmodelle
  • die Praxis einer Evaluation
  • Zehn Schritte für die Planung und Durchführung von Evaluationen
  • Standards guter Evaluation
  Jan Hense / Wolfgang Böttcher:
Evaluation – Ein starkes Instrument für die Entwicklung von Unterricht und Schule
Aus: Stephan G. Huber (Hrsg.): Jahrbuch Schulleitung 2019. Verlag Wolters Kluwer (2019).
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