Anmelden

Schüler beim Lernen beraten

Kern der Lernberatung ist die Kunst, Raum zur Selbstregulation des Lernens zu geben und zugleich individuelle Unterstützung anzubieten. Eine Kunst, die eine angepasste Einstellung und hohes handwerkliches Geschick erfordert und zugleich Antworten auf die Frage gibt, was Schüler/innen alleine bewältigen können und wo sie Unterstützung brauchen.

Die folgenden Beiträge zeigen, dass Lernberatung dann gelungen ist, wenn Lernende und Lehrende gemeinsam überzeugt sind, dass eine Leistung ihre individuelle oder kollektive Bestform erreicht hat.
 

Schüler beim Lernen beraten

Dieser Artikel zur Einführung beschreibt die Lernprozessberatung als wesentlichen Anteil des individualisierenden Lernens. Punktuelle Beratung von Schülern findet täglich statt. Was unterscheidet Tipps, Korrekturen und Ermunterungen von systematischer Lernprozessberatung? Welche didaktischen Selbstkonzepte und welche lerntheoretischen Begründungen liegen diesem Konzept zugrunde?

  Johannes Bastian/ Miriam Hellrung:
Schüler beim Lernen beraten. Lernprozessorientierung im individualisierenden Unterricht.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 2/11)

Was macht eine individuelle Lernberatung aus und wie lässt sich beraten lernen?

Schüler beim Lernen zu beraten ist zwar alltägliches Geschäft – aber sind deshalb alle Lehrerinnen und Lehrer Experten im Beraten von Lernprozessen? Was macht eine gute Lernprozessberatung aus? Welche Kriterien gibt es? Wie können Lehrerinnen und Lehrer von- und miteinander Beraten lernen? Der Beitrag gibt Einblick in eine Werkstatt, in der verschiedene Varianten durchgespielt und Orientierungshilfen erarbeitet werden. Beantwortet werden diese Fragen anhand von Erfahrungen in simulierten Lernberatungen.

Beispiele und Methoden: Planspiel «Beratungsgespräch», Aufgabenbeispiel «Glück»

  Annemarie von der Groeben:
Beraten lernen. Warum sollen wir lernen, was wir täglich tun?
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 2/11)

Wie können Lernende bei der Gruppenarbeit sinnvoll beraten werden?

Lernberatung in Phasen der Gruppenarbeit erfolgt meist intuitiv. Was aber sind Voraussetzungen dafür, dass Gruppen und Einzelne gut beraten werden? Was muss bei der Vorbereitung und Gestaltung der Gruppenarbeit bedacht werden? Wo ist sinnvollerweise der Ort des Lernberaters? Der Beitrag zeigt, wie wichtig es ist, dass die Konzepte von Gruppenarbeit und reflektierter Lernberatung aufeinander abgestimmt sind. Wie können Lehrer lernen, die Zeit während der Gruppenarbeit für Beratungsarbeit zu nutzen?

Beispiele und Methoden: Gruppenbildung nach Zufallsprinzip, Beispiele «Hausaufgabentext» und «Flyer»

  Karin Heymann:
Schüler während der Gruppenarbeit beraten. Anlässe, Beispiele und Formen der Lernberatung in der Gruppenarbeit.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 2/11)

Wie lernt man selbstverantwortliches Lernen und sich dabei gegenseitig zu beraten?

Offene und individualisierte Lernarrangements brauchen kontinuierliche Lernberatung. Beratungspersonen können die Lehrenden, aber auch die Lernenden selbst sein. Was muss der Lehrende beachten? Welche Strukturen und Rituale sind hilfreich? Wie lernen Schüler, sich beim Lernen gegenseitig zu beraten? Der Beitrag zeigt anhand verschiedener Instrumente, wie Lehrende und Lernende miteinander eine Beratungskultur etablieren können.

Beispiele, Methoden und Instrumente: Lernlandkarte, Abschlussbrief, Planungsoval, Regeln und Rituale, Gutachter-Gespräch, Bewertungsbogen «Heft- und Mappenführung», Bewertungsraster «Beratungskompetenz»

  Marie-Joan Föh:
Lehrer beraten Schüler und Schüler beraten sich gegenseitig. Individualisierte Lernprozesse durch Beratung begleiten.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 2/11)

Welche Lernberatung braucht Projektunterricht?

Projektunterricht als eine Hochform des selbstständigen Arbeitens hat hohe Ansprüche an facettenreiche Lernberatung. Es zeigt sich deutlich deutlich, dass Lernprozessberatung ein verpflichtender Teil sein sollte – sowohl für die Lehrenden als auch für die Lernenden. Was sind phasentypische Formen der Lernberatung? Was erfordert die Planungsphase, was die Erarbeitungsphase, was die Beratung in der Präsentationsphase? Und wie können die Ansprüche an inhaltliche, arbeitsmethodische und soziale Beratung geleistet und ins Gleichgewicht gebracht werden?

Beispiele, Methoden und Instrumente: Projekt «Orientierung auf der Erde», Projekt «Hafenreport», Bogen zur Arbeitsplanung in der Erarbeitungsphase

  Silke Jessen:
Schüler im Projektunterricht beraten. Welche spezifische Beratung brauchen die unterschiedlichen Projektphasen?
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 2/11)

Wie steht es um die besonderen Anforderungen an eine beratende Lehrerrolle ?

Die vorliegende Studie gibt Auskunft und konkretisiert detailliert das, was mit Lernprozessberatung im individualisierten Unterricht verbunden ist: Was wissen wir eigentlich über die Anforderungen an eine beratende Lehrerrolle? Was wissen wir darüber, wie Lehrende diese Anforderungen erfahren und wie sie damit umgehen?

  Miriam Hellrung:
Lernprozessberatung in selbstregulierten Lernprozessen. Anforderungen und Bewältigungsformen.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 2/11)