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Leitfaden: Neue Formen der Leistungsbeurteilung

Von Dr. Felix Winter

An die schulische Leistungsbeurteilung werden heute aus verschiedenen Gründen ganz neue Ansprüche gestellt. Felix Winter gibt in diesem Leitfaden Impulse, die eigene Beurteilungspraxis weiterzuentwickeln und stellt eine Auswahl von neuen Formen näher vor.

Zwei Argumente für eine neue Art der Leistungsbeurteilung

Argument 1: Die Lehr- und Lernkultur an den Schulen hat sich verändert
In den Schulen wird heute das Wissen nicht mehr hauptsächlich von der Lehrperson vorgetragen, sondern von den Lernenden aktiv erarbeitet. Dies verlangt eine stärkere Hinwendung zu den Lernprozessen. Sie müssen beobachtet, verstanden und gesteuert werden. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Leistungsbeurteilung.

Argument 2: Das Umfeld der schulischen Leistungsbeurteilung ändert sich
Die Leistungsbeurteilung im Klassenzimmer muss verstärkt in den Dienst des Lernens gestellt werden. Das «assessment of learning», also die Bestimmung von Lernständen, bleibt zwar weiterhin wichtig, muss aber nicht mehr so im Vordergrund stehen. Neu hinzu kommt die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler viel stärker in die Leistungsbeurteilung einzubeziehen, ihnen Wissen und Instrumente zur Reflexion ihres Lernens und zur Selbstbeurteilung zu geben und somit auch «assessment as learning» zu betreiben. Dieses umfasst Schüleraktivitäten zur Beobachtung und Analyse, zur Beurteilung und zur schlussfolgernden Auswertung der eigenen Arbeit und wird im Rahmen neuer Formen der Leistungsbeurteilung ermöglicht und genutzt.

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Leistungsbeurteilung: Verfahren in der Übersicht
Leistungsbeurteilung: Verfahren in der Übersicht
 

Der Autor

Dr. Felix Winter studierte Psychologie und Pädagogik an den Universitäten Frankfurt/M. und Marburg. Er promovierte bei Wolfgang Klafki zum Thema Schülerselbstbewertung und arbeitete lange Zeit als Lehrer und Forscher an den von Hartmut von Hentig begründeten Bielefelder Schulprojekten. Bis 2013 war er als Wissenschaftlicher Abteilungsleiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich im Bereich Lehrerbildung tätig. Aktuell arbeitet er freiberuflich als Berater für Schulen und Bildungsadministrationen. Seine Arbeitsgebiete sind u. a.: Reform der Leistungsbeurteilung; Dialogische Didaktik und Aufgabenkultur.


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Format: PDF-Dokument / 48 Seiten
Autor: Felix Winter
 

Inhalt
  1. Zwei Argumente für neue Formen der Leistungsbeurteilung
  2. Leistungsbeurteilung, die dem Lernen dient: ein Beispiel
  3. Leistungsbeurteilung planen - Übersicht zu den Verfahren
  4. Hinweise und Tipps zu ausgewählten Verfahren
    • Fragen und Gespräche im Unterricht
    • Reflexion, Selbstbeurteilung und dialogische Beurteilung
    • Lerntagebuch (Lernjournal)
    • Präsentation
    • Lernentwicklungsgespräche, Standortgespräche
  5. Hinweise zur Anregung und Ausbildung reflexiver Fähigkeiten beim Lernen
  6. Planung der Leistungsbeurteilung anhand von Zielgrößen und Zugangsweisen
  7. Erstellung eines Beurteilungskonzepts für eine Unterrichtseinheit
  8. Entwicklung von schulischen Beurteilungskonzepten

Literatur
Anhang: Thesen zu Reformaufgaben schulischer Leistungsbeurteilung