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Lesen und verstehen:
Förderung von Leseverständnis in allen Fächern

Die Förderung des Leseverständnisses ist Aufgabe der ganzen Schule und geht alle Fächer an. Eine Einsicht, die sich in den letzten Jahren immer deutlicher durchgesetzt hat. Nur einem einzigen Fach oder Methodenkursen die Verantwortung für die Entwicklung von Lesekompetenz zu geben, hat sich als wenig erfolgreich erwiesen. Was kann man tun, damit die Förderung von Leseverständnis gelingt und die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler verbessert wird?
 

Entwicklung von Leseverständnis:
Wo Schwerpunkte setzen?

Vier Bereiche sind in der Schule für die Entwicklung von Förderung von Leseverständnis entscheidend:

  • die Vermittlung von Lesefähigkeit und die gezielte Anwendung von generellen und spezifischen (für bestimmte Fächer oder Inhalte besonders geeignete) Lesestrategien,
  • die für das Lernen und die Entwicklung der Schüler sinnvolle Anlage der Leseprozesse (nicht nur Lesen als Hausaufgabe, als »dienende« Hinführung zu Informationen oder als Netz für Lehrervorträge),
  • die Gestaltung einer anregenden Leseumgebung,
  • die Entwicklung einer Aufgabenkultur mit Blick auf die Strukturierung der Lese- und Verstehensprozesse.
  Gerhard Eikenbusch:
Lesen und Lesen lassen. Zur Förderung von Leseverständnis in allen Fächern.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 06/07)

Strategien und Prinzipien zur Arbeit mit Sachtexten

Texte sind das zentrale Medium des Unterrichts. Kaum eine Unterrichtsstunde kommt ohne Lehrbuchtexte, Aufgaben, Arbeitsblätter aus. Was und wie Schüler im Unterricht verstehen, hängt entscheidend ab von der Qualität und der Passung der eingesetzten Texte und von der Fähigkeit der Schüler, mit solchen Texten umzugehen. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig auf die Auswahl, die Gestaltung und die Arbeit mit Texten im Unterricht geachtet wird. Wie setzt man einen Sachtext im Unterricht richtig und wirkungsvoll ein? Welche Lesestrategien gibt es und was taugen sie in den einzelnen Fächern? Wie kann mit schwierigen Texten umgegangen werden?

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Praxishilfen: Empfehlungen zur Textvereinfachung, Lesestrategien für Sachtexte

Praxishilfen: Empfehlungen zur Textvereinfachung, Lesestrategien für Sachtexte

  Josef Leisen:
Lesen und Verstehen lernen. Strategien und Prinzipien zur Arbeit mit Sachtexten im Unterricht.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 06/07)

Leseaufgaben wirkungsvoll gestalten

Ein zentraler Teil der Arbeit von Lehrkräften besteht darin, Schüler/innen Texte verständlich zu machen und Textverstehen zu ermöglichen. Leseaufgaben sollen helfen, diesen Prozess in Gang zu setzen, sie sind Schlüssel zum Leseprozess der Schüler. Häufig erreichen solche Aufgaben aber das Gegenteil von dem, was sie beabsichtigen: Sie bauen Barrieren vor Texten auf und verschütten Zugänge. Am Beispiel des Unterrichts im Fach Deutsch wird gezeigt, was man bei Leseaufgaben beachten muss.

Praxishilfen: Aufgaben für Verstehendes Lesen, für Reflexives Lesen und Leseaufgaben für schwierige Texte, konkrete Formulierungshilfen für Leseaufträge

  Juliane Köster:
Leseaufgaben wirkungsvoll gestalten. Verständnisorientierte Aufgabenkultur beim Umgang mit Texten.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 06/07)

Leseförderung für Risikoleser/innen.
Ein systematisches Training

Die Risikogruppe der Schülerinnen und Schüler umfasst nach PISA 2001 knapp 25 Prozent. Was kann für diese Gruppe getan werden? Ein besonders für diese Schülerinnen und Schüler entwickeltes Konzept verbindet differenzierte Förderung, individuelle Betreuung und systematisches Training so untereinander, dass auch schwachen Schülern am Ende der Sekundarstufe geholfen werden kann. Ergänzt wird dieses Konzept durch gezielte Anregungen zum Viel-Lernen außerhalb des Unterrichts.

Beschriebene Methoden: 5-Gang-Lesetechnik, Übung von Lesestrategien, Lesepass, Schreiben als Lesestrategie: das 5-Minuten-Heft, Kompetenzraster Lesen

  Marion Bönnighausen/Reiner Lehberger:
Leseförderung für Risikoleser. Ein systematisches Training zur Verbesserung der Lesefähigkeit.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 06/07)

Lesen, schreiben und verstehen im Mathematikunterricht

Verstehen und Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften hängen entscheidend davon ab, dass Schülerinnen und Schüler im Unterricht zur Sprache kommen und dass die Sprache der Lehrkraft sie auch erreicht. Gegen »Mathematik als Fremdsprache« wendet sich das Konzept des dialogischen Mathematikunterrichts, in dem Sprache und Verständigungsprozesse eine zentrale Rolle spielen.

Beschriebene Methoden: Arbeit mit Tagebüchern und Lernjournale, Autographensammlung

  Monica Hettrich:
Lesen, schreiben und verstehen im Mathematikunterricht. Von der Sprache des Verstehens.
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 06/07)

Durch Literatur die Welt und sich selbst besser verstehen

Für viele Menschen ist das Lesen von Belletristik eine unerschöpfliche Quelle innerer Bereicherung und Orientierung. Schüler/innen finden jedoch häufig keinen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit. Wie kann Deutschunterricht Kinder und Jugendliche anregen, sich dieses Potenzial der Literatur zu erschließen? Wie können wir den Transfer arrangieren? Welche methodischen Möglichkeiten gibt es, die dabei helfen?

Mit Visualisierungsmethoden und lautem Denken Deutungen anregen, die persönlich bedeutsam werden: Venn-Diagramm, Diagramm «Das Thema und ich», das Bergwerk

  Ludger Brüning/Tobias Saum:
Durch Literatur die Welt und sich selbst besser verstehen
Aus: PÄDAGOGIK (Heft 07-08/17)